Vier Zahnersatzstufen von 70 bis 100 Prozent, frei kombinierbar mit zwei Behandlungsbausteinen — ohne jede Wartezeit, mit voller Erstattung der Regelversorgung in allen Stufen und Kieferorthopädie für alle KIG-Gruppen 1 bis 5.
| 16 – 29 Jahre | 8,90 € |
| 30 – 39 Jahre | 20,00 € |
| 40 – 49 Jahre | 33,50 € |
| 50 – 59 Jahre | 53,50 € |
| 60 – 69 Jahre | 68,70 € |
| 70 – 79 Jahre | 73,10 € |
| 80 – 89 Jahre | 58,40 € |
| ab 90 Jahre | 50,20 € |
Die Mecklenburgische Versicherungsgruppe organisiert ihr Zahnangebot als Baukasten mit ungewöhnlich feiner Abstufung. Zwei Behandlungsbausteine — ZB und ZBplus — decken Prophylaxe, Zahnbehandlung, Schmerzausschaltung und Kieferorthopädie ab; vier Zahnersatzbausteine — ZE70, ZE80, ZE90 und ZE100 — den Zahnersatz. Daraus ergeben sich acht Kombinationen, also deutlich mehr Gestaltungsspielraum als bei einer festen Dreierstufe. Zwei Eigenschaften machen den Tarif interessanter, als es die Zahlen im Namen vermuten lassen: Es gibt keine Wartezeit, und die Regelversorgung wird in allen vier Stufen voll erstattet. Der Abschluss läuft ausschließlich über eine Vertriebsagentur.
Die Mecklenburgische Versicherungsgruppe ist ein mittelständischer Versicherer mit Sitz in Hannover und traditionellem Schwerpunkt im ländlichen Raum. Ihr Zahnangebot ist als Baukasten organisiert, und zwar mit einer ungewöhnlich feinen Abstufung beim Zahnersatz: Die Bausteine ZB und ZBplus decken Prophylaxe, Zahnbehandlung, Schmerzausschaltung und Kieferorthopädie ab, die Stufen ZE70, ZE80, ZE90 und ZE100 den Zahnersatz zu 70, 80, 90 oder 100 Prozent. Daraus ergeben sich acht Kombinationen — deutlich mehr Gestaltungsspielraum als bei einer festen Dreierstufe. Versicherbar sind nur gesetzlich Versicherte, und der Abschluss läuft ausschließlich über eine Vertriebsagentur, nicht online.
| Tarif | Zahnersatz | Zahnbehandlung | Zahnreinigung | Kieferorthopädie | Beitrag 31–40 J. |
|---|---|---|---|---|---|
| Mecklenburgische ZE70 Der günstigste Zugang zur Serie — und trotz der Zahl 70 im Namen eine Vollerstattung, solange Sie sich für die Regelversorgung entscheiden. | 70 % des nach der Kassenleistung verbleibenden Betrags — bei Regelversorgung jedoch <strong>100 %</strong> | nur über den Zusatzbaustein ZB oder ZBplus, dort zu 100 % | nur über ZB (bis 100 €) oder ZBplus (bis 200 €) im Jahr | nur über ZB (bis 1.200 €) oder ZBplus (bis 2.000 €) je Versicherungsfall | auf Anfragemonatlich |
| Mecklenburgische ZE80 Zehn Prozentpunkte mehr für rund ein Drittel Aufschlag gegenüber ZE70 — wirksam nur bei Versorgungen über den Kassenstandard hinaus. | 80 % des verbleibenden Betrags — bei Regelversorgung ebenfalls 100 % | nur über den Zusatzbaustein ZB oder ZBplus, dort zu 100 % | nur über ZB (bis 100 €) oder ZBplus (bis 200 €) im Jahr | nur über ZB (bis 1.200 €) oder ZBplus (bis 2.000 €) je Versicherungsfall | auf Anfragemonatlich |
| Mecklenburgische ZE90 Der übliche Marktstandard von 90 Prozent, hier mit einer um 800 € höheren Staffel als ZE70. | 90 % des verbleibenden Betrags — bei Regelversorgung ebenfalls 100 % | nur über den Zusatzbaustein ZB oder ZBplus, dort zu 100 % | nur über ZB (bis 100 €) oder ZBplus (bis 200 €) im Jahr | nur über ZB (bis 1.200 €) oder ZBplus (bis 2.000 €) je Versicherungsfall | auf Anfragemonatlich |
| Mecklenburgische ZE100 Spitzentarif Volle Erstattung ohne Eigenanteil beim Zahnersatz — in Kombination mit ZBplus die Spitzenvariante des Hauses. | <strong>100 %</strong> — auch für Implantate und hochwertigen Zahnersatz, und auch dann, wenn die Kasse gar nichts zahlt | nur über den Zusatzbaustein ZB oder ZBplus, dort zu 100 % | nur über ZB (bis 100 €) oder ZBplus (bis 200 €) im Jahr | nur über ZB (bis 1.200 €) oder ZBplus (bis 2.000 €) je Versicherungsfall | auf Anfragemonatlich |
Erstattungssätze für Zahnersatz verstehen sich einschließlich des Festzuschusses der gesetzlichen Kasse. Wartezeit in allen Stufen: keine. Erstattung bis zu den Höchstsätzen der GOZ/GOÄ.
Wir prüfen für Ihr Alter und Ihren Zahnstatus, ob ZB / ZBplus und ZE70 bis ZE100 sinnvoll ist — und welche Gesellschaft dieselbe Leistung günstiger stellt.
Maßgeblich ist bei Mecklenburgische das Eintrittsalter: Für ZE100 bedeutet das eine Spanne von 8,90 € bis 73,10 € über 8 Altersgruppen. Die 4 Stufen von Mecklenburgische sind nebeneinander gestellt — so lässt sich ablesen, was der Schritt zur nächsthöheren Erstattung kostet.
| Altersgruppe | ZE70 | ZE80 | ZE90 | ZE100 |
|---|---|---|---|---|
| 16 – 29 Jahre | 3,20 € | 4,20 € | 5,60 € | 8,90 € |
| 30 – 39 Jahre | 7,10 € | 9,50 € | 12,70 € | 20,00 € |
| 40 – 49 Jahre | 12,00 € | 15,90 € | 21,30 € | 33,50 € |
| 50 – 59 Jahre | 19,10 € | 25,40 € | 34,00 € | 53,50 € |
| 60 – 69 Jahre | 24,50 € | 32,60 € | 43,70 € | 68,70 € |
| 70 – 79 Jahre | 26,10 € | 34,70 € | 46,50 € | 73,10 € |
| 80 – 89 Jahre | 20,90 € | 27,70 € | 37,10 € | 58,40 € |
| ab 90 Jahre | 17,90 € | 23,90 € | 31,90 € | 50,20 € |
Die Beiträge stehen in den Tarifbedingungen der Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG (Stand 01/2023), abgerufen 12. September 2026. Die Tabelle zeigt die vier Zahnersatzstufen; der Behandlungsbaustein kommt mit 8,80 € für ZB oder 10,60 € für ZBplus hinzu, für Kinder und Jugendliche bis 19 mit 6,90 € beziehungsweise 8,30 €. Zwei Besonderheiten der Tabelle sind erklärungsbedürftig. Erstens beginnt sie bei Alter 16: Für Kinder von 0 bis 15 bilden die Tarifbedingungen eine eigene Beitragsgruppe, deren Wert dort nicht bepreist ist — den nennen wir Ihnen auf Anfrage. Zweitens sinken die Beiträge ab der Gruppe 80 bis 89 wieder deutlich, bei ZE100 von 73,10 € auf 58,40 €. Das ist kein Druckfehler, sondern eine Folge der Kalkulation nach Art der Schadenversicherung: In diesem Alter ist ein erheblicher Teil des Zahnersatzes bereits vorhanden, der erwartete Aufwand sinkt entsprechend.
Innerhalb der Serie ZB / ZBplus und ZE70 bis ZE100 gelten dieselben Bedingungen — die folgenden Punkte sind die einzigen, in denen sich die 4 Stufen tatsächlich trennen.
| Gilt in allen Stufen | Wartezeit: keine · Erstattung bis zu den Höchstsätzen der GOZ/GOÄ · Inlays: über den ZE-Baustein zum jeweiligen Satz; bei Regelversorgung der Kasse zu 100 % · Wurzelbehandlung: 100 % des nach der Kassenleistung verbleibenden Betrags über ZB oder ZBplus |
| Unterscheidet sich | Erstattungssatz beim Zahnersatz, Höchstbetrag für Kieferorthopädie, PZR-Budget und die Höhe der Zahnstaffel |
| Alterungsrückstellung | Mecklenburgische: Nach Art der Schadenversicherung kalkuliert; in den Beiträgen ist kein Anteil für eine Alterungsrückstellung enthalten. Der Beitrag richtet sich nach dem erreichten Alter, wobei als Alter das laufende Kalenderjahr minus Geburtsjahr gilt — der tatsächliche Geburtstag spielt keine Rolle. Der höhere Beitrag wird jeweils ab dem 1. Januar des Jahres fällig, in dem die nächste Gruppe erreicht wird. |
| Zahnstaffel | nach 4 Jahren, danach unbegrenzt |
Die Serie wird nicht als fertiger Tarif verkauft, sondern aus Bausteinen zusammengesetzt:
| ZB — Zahnbehandlung | Prophylaxe bis 100 € im Jahr (professionelle Zahnreinigung, Mundhygienestatus, Fissurenversiegelung), konservierende und chirurgische Leistungen einschließlich Wurzelkanal- und Parodontosebehandlung zu 100 Prozent des nach der Kassenleistung verbleibenden Betrags, Aufbissbehelfe und Schienen bis hin zur DROS-Schiene, Schmerzausschaltung bis 250 € im Jahr sowie Kieferorthopädie bis 1.200 € je Versicherungsfall. Beitrag: 6,90 € bis Alter 19, danach 8,80 € monatlich. |
| ZBplus — Zahnbehandlung mit größeren Budgets | Derselbe Leistungskatalog wie ZB, aber mit doppeltem Prophylaxe-Budget von 200 € im Jahr, Schmerzausschaltung bis 350 € und Kieferorthopädie bis 2.000 € je Versicherungsfall. Beitrag: 8,30 € bis Alter 19, danach 10,60 € monatlich. Der Mehrpreis gegenüber ZB beträgt für Erwachsene damit 1,80 € im Monat. |
| ZE70 / ZE80 / ZE90 / ZE100 — Zahnersatz | Inlays, Onlays, Veneers, Kronen, Brücken, Prothesen, implantologische Leistungen samt Material- und Laborkosten, dazu Zuschläge für OP-Mikroskop, Laserbehandlung, Geweberegeneration und funktionsanalytische Leistungen. Frei mit ZB oder ZBplus kombinierbar — oder allein abschließbar, wenn nur der Zahnersatz abgesichert werden soll. |
| Innovationsgarantie | Künftig neu hinzukommende medizinisch notwendige zahnärztliche und kieferorthopädische Behandlungsmaßnahmen nach GOZ und GOÄ sind im tariflichen Umfang automatisch mitversichert, ohne dass der Vertrag geändert werden muss. |
Bei ZE100 liegt die Grenze im ersten Jahr bei 1.000 € und die Staffel endet nach 4 Jahren; bis dahin begrenzt sie die Erstattung von Mecklenburgische unabhängig vom Prozentsatz — in der Praxis die härtere Hürde als eine Wartezeit.
| Stufe | Jahr 1 | Jahr 2 | Jahr 3 | Jahr 4 | danach |
|---|---|---|---|---|---|
| ZE70 | 700 € | 1.400 € | 2.100 € | 2.800 € | unbegrenzt |
| ZE80 | 800 € | 1.600 € | 2.400 € | 3.200 € | unbegrenzt |
| ZE90 | 900 € | 1.800 € | 2.700 € | 3.600 € | unbegrenzt |
| ZE100 | 1.000 € | 2.000 € | 3.000 € | 4.000 € | unbegrenzt |
Die Zahnstaffel läuft vier Versicherungsjahre und steigt in gleichmäßigen Schritten: ZE100 beginnt bei 1.000 € und erreicht im vierten Jahr 4.000 €. Mit Ablauf des vierten Versicherungsjahres entfallen die summenmäßigen Begrenzungen vollständig. Zwei Regelungen verkürzen diesen Weg erheblich: Wer bei Versicherungsbeginn seit mindestens zwölf Monaten anderswo eine Zusatzversicherung mit mindestens 70 Prozent für Zahnersatz hatte, startet direkt im dritten Staffeljahr — bei ZE100 also bei 3.000 € statt 1.000 €. Und bei unfallbedingter Behandlung entfällt die Staffel ganz, sofern der Unfall nach Versicherungsbeginn eingetreten ist; Schäden durch Nahrungsaufnahme zählen dabei nicht als Unfall. Das erste Staffeljahr endet am 31. Dezember des Jahres, in dem der Vertrag beginnt.
Gesundheitsprüfung bei Mecklenburgische: Ja, Gesundheitsprüfung bei Antragstellung.
Fehlende Zähne bei Mecklenburgische (ZB / ZBplus und ZE70 bis ZE100): Für die erstmalige Versorgung von Zähnen, die bei Vertragsabschluss schon fehlten oder durch herausnehmbaren Zahnersatz ersetzt waren, besteht kein Versicherungsschutz. Weisheitszähne sind davon ausgenommen, und ein vollständiger Lückenschluss gilt nicht als fehlender Zahn. Ebenfalls ausgeschlossen sind vor Vertragsabschluss angeratene, geplante oder begonnene Maßnahmen.
Wartezeit bei Mecklenburgische: Keine Wartezeit — und zwar in allen Zahnbausteinen. Die allgemeinen Versicherungsbedingungen der Mecklenburgischen sehen zwar drei Monate allgemeine und acht Monate besondere Wartezeit für Zahnersatz und Kieferorthopädie vor, doch die Tarifbedingungen zu ZB, ZBplus und ZE setzen diese Regelung ausdrücklich außer Kraft: „Die Wartezeiten entfallen." Wer nur das Bedingungsheft quer liest, unterschätzt diesen Tarif deshalb leicht.
Fehlt im Antrag an Mecklenburgische ein Befund, ist der Schutz im Ernstfall wertlos, denn die Unterlagen der Zahnarztpraxis werden im Leistungsfall angefordert — Vollständigkeit ist bei Mecklenburgische keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.
Die Stufenbezeichnungen dieser Serie führen leicht in die Irre. Man liest „ZE70" und denkt an 70 Prozent Erstattung und 30 Prozent Eigenanteil. So funktioniert der Tarif aber nicht. Die Tarifbedingungen unterscheiden drei Fälle, und nur in einem davon greift der Prozentsatz aus dem Namen überhaupt begrenzend.
| Behandlungssituation | ZE70 | ZE80 | ZE90 | ZE100 |
|---|---|---|---|---|
| Regelversorgung der Kasse in Anspruch genommen | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
| Kasse beteiligt sich, Versorgung geht darüber hinaus | 70 % | 80 % | 90 % | 100 % |
| Kasse zahlt nichts, etwa bei Zahnarzt ohne Kassenzulassung | 70 % | 80 % | 90 % | 100 % |
Die erste Zeile ist der entscheidende Punkt. Wer sich für die Regelversorgung entscheidet, bleibt in jeder Stufe eigenanteilsfrei — auch in der günstigsten. Bei 3,20 € monatlich für einen Dreißigjährigen ist ZE70 damit einer der preiswertesten Wege, den gesetzlichen Eigenanteil bei Standardversorgung vollständig zu schließen.
Der Unterschied zwischen den Stufen entsteht erst bei der gleichartigen und andersartigen Versorgung: beim Implantat statt der Brücke, beim Keramik-Inlay statt der Amalgamfüllung, beim Vollkeramik-Zahnersatz statt der Metallkrone. Genau dort trennen sich 70 und 100 Prozent — und dort entstehen die vierstelligen Rechnungen. In der zweiten und dritten Zeile liegt deshalb der eigentliche Gegenwert des Mehrbeitrags. Die Frage ist nicht, wie viel Prozent Sie wollen, sondern welche Art von Zahnersatz Sie im Ernstfall wählen würden. Das besprechen wir mit Ihnen, bevor eine Stufe auf dem Antrag steht.
Die meisten Gesellschaften verkaufen fertige Stufen: Wer mehr Erstattung beim Zahnersatz will, bekommt zwangsläufig auch ein größeres Prophylaxe-Budget und zahlt beides. Die Mecklenburgische trennt das und berechnet beide Seiten einzeln. Die folgende Tabelle zeigt alle acht Kombinationen mit dem Monatsbeitrag für die Altersgruppe 40 bis 49 — dem Alter, in dem diese Entscheidung üblicherweise ansteht.
| Kombination | Zahnersatz | Kieferorthopädie bis | Prophylaxe im Jahr | Beitrag 40–49 |
|---|---|---|---|---|
| ZB + ZE70 | 70 % | 1.200 € | 100 € | 20,80 € |
| ZB + ZE80 | 80 % | 1.200 € | 100 € | 24,70 € |
| ZB + ZE90 | 90 % | 1.200 € | 100 € | 30,10 € |
| ZB + ZE100 | 100 % | 1.200 € | 100 € | 42,30 € |
| ZBplus + ZE70 | 70 % | 2.000 € | 200 € | 22,60 € |
| ZBplus + ZE80 | 80 % | 2.000 € | 200 € | 26,50 € |
| ZBplus + ZE90 | 90 % | 2.000 € | 200 € | 31,90 € |
| ZBplus + ZE100 | 100 % | 2.000 € | 200 € | 44,10 € |
Zwei Dinge fallen an dieser Aufstellung auf. Erstens ist der Schritt von ZB auf ZBplus mit 1,80 € im Monat auffallend günstig — er verdoppelt das Prophylaxe-Budget, hebt die Schmerzausschaltung von 250 € auf 350 € und die Kieferorthopädie von 1.200 € auf 2.000 €. Zweitens ist der Sprung von ZE90 auf ZE100 der teuerste der ganzen Serie: Er kostet mehr als der Weg von ZE70 bis ZE90 zusammen.
Weil beide Seiten getrennt wählbar sind, lässt sich der Schutz am Lebensabschnitt ausrichten. Eine Familie mit Kindern nimmt ZBplus für die Kieferorthopädie und bleibt beim Zahnersatz bei ZE70, weil in diesem Alter kaum Zahnersatz anfällt — für 17,70 € monatlich in der Gruppe 30 bis 39. Ein Fünfzigjähriger macht es umgekehrt: ZE100 für den Zahnersatz und ZB für die Behandlung, weil Kieferorthopädie keine Rolle mehr spielt. Der Behandlungsbaustein ist übrigens nicht Pflicht: Wer ausschließlich den Zahnersatz absichern will, kann ZE auch allein abschließen.
Nein — und das ist der am leichtesten zu übersehende Vorzug dieses Tarifs. Wer im Bedingungswerk der Mecklenburgischen nachschlägt, findet in den allgemeinen Versicherungsbedingungen zunächst das Gegenteil: drei Monate allgemeine Wartezeit und acht Monate besondere Wartezeit für Zahnersatz und Kieferorthopädie. Diese Regelung gilt für die Zahnbausteine jedoch nicht.
In den Tarifbedingungen zu ZB, ZBplus und ZE findet sich jeweils derselbe Satz: „Zu § 3 MEVB/KK: Die Wartezeiten entfallen." Eine tarifliche Regelung geht den allgemeinen Bedingungen vor. Der Versicherungsschutz für Zahnersatz beginnt damit mit dem Versicherungsbeginn, nicht acht Monate später.
Begrenzend wirkt damit allein die Zahnstaffel der ersten vier Versicherungsjahre — und die ist für Wechsler ungewöhnlich kurz. Wer bei Versicherungsbeginn seit mindestens zwölf Monaten anderswo eine Zusatzversicherung mit mindestens 70 Prozent für Zahnersatz hatte, wird direkt in das dritte Staffeljahr eingestuft. Bei ZE100 stehen damit vom ersten Tag an 3.000 € statt 1.000 € zur Verfügung, ein Jahr später sind es 4.000 € und danach gilt keine Begrenzung mehr. Auch eine Vorversicherungszeit in einem anderen Tarif des Hauses wird angerechnet.
Bei unfallbedingter Behandlung entfällt die Staffel vollständig, sofern der Unfall nach Versicherungsbeginn eingetreten ist. Eine Einschränkung nennen die Bedingungen dabei ausdrücklich: Schäden, die durch Nahrungsaufnahme entstehen — der Biss auf den Olivenkern also — gelten nicht als Unfall. Diese Klarstellung findet sich bei vielen Gesellschaften, wird aber selten so deutlich ausgeschrieben.
Was die Mecklenburgische dagegen nicht heilt, ist ein bereits bestehender Befund: Vor Vertragsabschluss angeratene, geplante oder begonnene Maßnahmen sind nicht versichert, und für die erstmalige Versorgung schon fehlender Zähne besteht kein Schutz — Weisheitszähne ausgenommen. Wer bereits einen Heil- und Kostenplan in der Hand hält, braucht deshalb eine andere Konstruktion, etwa ERGO Zahnersatz Sofort oder ZAHN Sofort der Bayerischen. Ein vollständiger Lückenschluss gilt übrigens nicht als fehlender Zahn.
Hier hat die Mecklenburgische eine Stärke, die in Standardvergleichen fast immer untergeht. Die Behandlungsbausteine erstatten Kieferorthopädie für die kieferorthopädischen Indikationsgruppen KIG 1 bis 5 — also über die gesamte Bandbreite. Das ist mehr, als es zunächst klingt: Die gesetzliche Kasse zahlt Kieferorthopädie erst ab KIG 3. Bei KIG 1 und 2, also den leichteren Fehlstellungen, tragen Eltern die Kosten sonst vollständig allein — und genau das ist der häufigste Grund, überhaupt eine Zahnzusatzversicherung für ein Kind zu suchen.
Erstattet werden 100 Prozent des nach einer eventuellen Kassenleistung verbleibenden Betrags, einschließlich funktionsanalytischer Leistungen, kieferorthopädischer Zusatzleistungen, Aufbissbehelfe sowie der zugehörigen Material- und Laborkosten. Der Höchstbetrag je Versicherungsfall liegt bei 1.200 € in ZB und 2.000 € in ZBplus.
Erstens: Die Behandlung muss vor Vollendung des 19. Lebensjahres beginnen. Danach leistet die Mecklenburgische nur noch, wenn die Behandlung wegen eines Unfalls nach Versicherungsbeginn notwendig wird. Zweitens: Prophylaxe, Zahnbehandlung, Schmerzausschaltung und Kieferorthopädie teilen sich eine gemeinsame Zahnstaffel, die im vierten Jahr bei 1.200 € endet. Die 2.000 € aus ZBplus sind deshalb erst ab dem fünften Versicherungsjahr voll ausschöpfbar. Wer ein Kind absichern will, sollte den Vertrag also früh schließen — nicht erst, wenn der Kieferorthopäde die Zahnspange anspricht.
Im Vergleich der Altersgrenzen liegt die Mecklenburgische damit im Mittelfeld: Die Stuttgarter leistet bis zum vollendeten 22. Lebensjahr, uniVersa ebenfalls bis 22, die LVM im Premium-Tarif sogar für Erwachsene. Dafür zahlen diese Gesellschaften nicht überall ab KIG 1. Welche Kombination aus Altersgrenze, KIG-Bandbreite und Höchstbetrag für Ihr Kind die richtige ist, hängt am Alter und an der bereits erfolgten Einstufung — sagen Sie uns beides, dann rechnen wir die Varianten gegeneinander.
Ein Detail, das in Standardvergleichen selten auftaucht: Beide Behandlungsbausteine erstatten Maßnahmen zur Schmerzausschaltung mit einem eigenen Jahresbudget — 250 € in ZB und 350 € in ZBplus. Abgedeckt sind Analgosedierung, Vollnarkose und die weiteren in den Bedingungen genannten Verfahren. Das gehört zu den höheren Budgets im Markt; viele Tarife führen diese Position gar nicht.
Relevant ist das für zwei Gruppen: für Angstpatienten, die sich nur unter Sedierung behandeln lassen, und für Menschen mit aufwändigen Eingriffen wie Knochenaufbau oder mehreren Implantaten, bei denen eine Narkose medizinisch naheliegt. Die gesetzliche Kasse zahlt eine Vollnarkose beim Zahnarzt nur in engen Ausnahmefällen, etwa bei Kindern unter zwölf Jahren oder bei bestimmten Behinderungen. Für alle anderen sind es typischerweise 200 bis 500 Euro pro Sitzung aus eigener Tasche.
Über denselben Baustein laufen auch Aufbissbehelfe und Schienen bis hin zur DROS-Schiene, jeweils samt funktionsanalytischer und funktionstherapeutischer Leistungen. Wer nachts mit den Zähnen knirscht, findet hier also mehr als das Nötigste. Eine Einschränkung gehört allerdings dazu: Privatzahnärztliche Leistungen erstattet der Behandlungsbaustein nur, wenn sich die notwendige Behandlung nicht über die kassenzahnärztliche Versorgung abrechnen lässt.
Die Zahnzusatzversicherung der Mecklenburgischen lässt sich nicht online abschließen, sondern ausschließlich über eine Vertriebsagentur der Gesellschaft; einen Beitragsrechner für den Krankenzusatzbereich gibt es nicht. Das ist kein Nachteil in der Sache, erklärt aber, warum der Anbieter in vielen Online-Übersichten fehlt. Versicherbar sind ausschließlich gesetzlich Versicherte — endet die Kassenmitgliedschaft, endet auch dieser Vertrag. Wir übernehmen die Antragstellung für Sie und prüfen vorher, ob eine andere Gesellschaft in Ihrer Konstellation günstiger liegt.
| Stufe | Sinnvoll, wenn … |
|---|---|
| ZE70 | Der günstigste Zugang zur Serie — und trotz der Zahl 70 im Namen eine Vollerstattung, solange Sie sich für die Regelversorgung entscheiden. |
| ZE80 | Zehn Prozentpunkte mehr für rund ein Drittel Aufschlag gegenüber ZE70 — wirksam nur bei Versorgungen über den Kassenstandard hinaus. |
| ZE90 | Der übliche Marktstandard von 90 Prozent, hier mit einer um 800 € höheren Staffel als ZE70. |
| ZE100 | Volle Erstattung ohne Eigenanteil beim Zahnersatz — in Kombination mit ZBplus die Spitzenvariante des Hauses. |
Passt für: Menschen, die sofort Schutz brauchen und ihn fein abstufen wollen — Angstpatienten wegen der Schmerzausschaltung und Eltern wegen der Kieferorthopädie über alle KIG-Gruppen.
Eher nicht für: Wer alles online erledigen möchte, wer eine Alterungsrückstellung sucht oder wessen Kind erst nach dem 19. Geburtstag mit einer Zahnspange beginnt.
Einen Baukasten aus zwei Behandlungsbausteinen und vier Zahnersatzbausteinen: ZB und ZBplus decken Prophylaxe, Zahnbehandlung, Schmerzausschaltung und Kieferorthopädie ab, ZE70, ZE80, ZE90 und ZE100 den Zahnersatz zu 70 bis 100 Prozent. Beide Seiten sind frei kombinierbar, daraus ergeben sich acht Varianten. Der ZE-Baustein lässt sich auch allein abschließen.
Der Zahnersatzbaustein beginnt bei 3,20 Euro monatlich für ZE70 in der Altersgruppe 16 bis 29 und reicht bis 73,10 Euro für ZE100 in der Gruppe 70 bis 79. Der Behandlungsbaustein kommt mit 8,80 Euro für ZB oder 10,60 Euro für ZBplus hinzu, für Kinder und Jugendliche bis 19 mit 6,90 beziehungsweise 8,30 Euro. Eine typische Vollkombination ZBplus plus ZE100 kostet in der Gruppe 40 bis 49 damit 44,10 Euro. Für Kinder von 0 bis 15 bilden die Bedingungen beim Zahnersatz eine eigene Beitragsgruppe, deren Wert wir Ihnen auf Anfrage nennen.
Es gibt keine. Die allgemeinen Versicherungsbedingungen nennen zwar drei Monate allgemeine und acht Monate besondere Wartezeit für Zahnersatz und Kieferorthopädie, doch die Tarifbedingungen zu ZB, ZBplus und ZE heben diese Regelung ausdrücklich auf: „Die Wartezeiten entfallen." Begrenzend wirkt allein die Zahnstaffel der ersten vier Versicherungsjahre — und wer zwölf Monate anderswo mit mindestens 70 Prozent für Zahnersatz versichert war, startet sogar direkt im dritten Staffeljahr.
Drei Budgets steigen: die Prophylaxe von 100 auf 200 Euro im Jahr, die Schmerzausschaltung von 250 auf 350 Euro im Jahr und die Kieferorthopädie von 1.200 auf 2.000 Euro je Versicherungsfall. Der Leistungskatalog selbst ist identisch, ebenso die Erstattung der Zahnbehandlung zu 100 Prozent des nach der Kassenleistung verbleibenden Betrags. Für Erwachsene kostet ZBplus 1,80 Euro monatlich mehr.
Nein, das ist die häufigste Fehlannahme bei dieser Serie. Nimmt die versicherte Person die Regelversorgung der gesetzlichen Kasse in Anspruch, erstatten alle vier Stufen 100 Prozent des verbleibenden Betrags — auch ZE70. Der Prozentsatz aus dem Tarifnamen greift erst bei gleichartiger und andersartiger Versorgung, also beim Implantat statt der Brücke oder beim Keramik-Inlay, sowie dann, wenn die Kasse gar nichts zahlt. Genau dort entstehen allerdings die großen Rechnungen.
Ja, über ein eigenes Budget für Maßnahmen zur Schmerzausschaltung: bis 250 Euro pro Jahr in ZB und bis 350 Euro in ZBplus, einschließlich Analgosedierung. Im Marktvergleich ist das ein hohes Budget — viele Tarife führen diese Position überhaupt nicht. Über denselben Baustein laufen auch Aufbissbehelfe und Schienen bis zur DROS-Schiene.
Die Behandlung muss vor Vollendung des 19. Lebensjahres beginnen; danach leistet die Gesellschaft nur noch nach einem Unfall. Dafür deckt sie alle Indikationsgruppen KIG 1 bis 5 ab, also auch die leichteren Fehlstellungen, für die die gesetzliche Kasse nichts zahlt. Wichtig für die Planung: Weil sich Kieferorthopädie, Prophylaxe, Zahnbehandlung und Schmerzausschaltung eine Zahnstaffel teilen, die im vierten Jahr bei 1.200 Euro endet, sind die 2.000 Euro aus ZBplus erst ab dem fünften Versicherungsjahr voll ausschöpfbar.
Nein. Der Vertrag läuft ausschließlich über eine Vertriebsagentur der Gesellschaft, und einen Beitragsrechner für den Krankenzusatzbereich gibt es nicht. Das erklärt, warum der Anbieter in vielen Online-Übersichten fehlt — für die Bewertung der Leistung spielt es keine Rolle. Wir übernehmen die Antragstellung.
Das fällt in der Beitragstabelle auf: Bei ZE100 sind es 73,10 Euro in der Gruppe 70 bis 79, danach nur noch 58,40 und ab 90 sogar 50,20 Euro. Der Grund liegt in der Kalkulation nach Art der Schadenversicherung, die sich am erwarteten Aufwand der jeweiligen Altersgruppe orientiert. In diesem Alter ist ein erheblicher Teil des Zahnersatzes bereits eingesetzt, sodass der erwartete Aufwand sinkt. Ein Nachteil derselben Kalkulation ist, dass keine Alterungsrückstellung gebildet wird.
Für drei Gruppen besonders: für alle, die sofort Schutz brauchen, weil keine Wartezeit gilt; für Eltern, weil Kieferorthopädie über alle KIG-Gruppen läuft; und für Angstpatienten wegen des eigenen Budgets zur Schmerzausschaltung. Wer dagegen eine Alterungsrückstellung sucht, alles online erledigen möchte oder bereits einen Heil- und Kostenplan für Zahnersatz vorliegen hat, ist hier nicht richtig.
Angaben zu Mecklenburgische Versicherung geprüft am 12. September 2026. Ob und zu welchem Beitrag Mecklenburgische Sie annimmt, ergibt sich erst aus der Antragsprüfung; die Werte hier sind Beispiele. Maßgeblich sind die Versicherungsbedingungen von Mecklenburgische Versicherung in der bei Vertragsschluss gültigen Fassung.
Wir rechnen alle 4 Stufen der Serie ZB / ZBplus und ZE70 bis ZE100 für Ihr Alter und stellen daneben, was vergleichbare Tarife kosten — kostenlos und ohne Anruf, wenn Sie das nicht möchten.