Drei Stufen ohne jede Wartezeit, mit 100 Prozent für Zahnbehandlung und Kieferorthopädie in jeder Stufe — und einem Prozentsatz, der sich auf die Gesamtkosten samt Kassenanteil bezieht.
| bis 20 | 11,93 € |
| 21 – 29 Jahre | 16,70 € |
| 30 – 39 Jahre | 30,24 € |
| 40 – 49 Jahre | 43,41 € |
| 50 – 59 Jahre | 62,46 € |
| 60 – 69 Jahre | 73,62 € |
| 70 – 79 Jahre | 72,20 € |
Die Envivas Krankenversicherung AG gehört zur Generali Deutschland und ist der Kooperationspartner der Techniker Krankenkasse. Ihr Zahnprodukt DentFlex kommt in drei Stufen, die nur einzeln abschließbar sind — und deren Namen den entscheidenden Punkt verdecken: Zahnbehandlung und Kieferorthopädie werden in jeder Stufe zu 100 Prozent erstattet, auch in der günstigsten. Gestaffelt sind allein Zahnersatz und Prophylaxe. Dazu kommt eine Eigenschaft, die im Markt selten ist: Der Tarif kennt keine Wartezeit, und zwar ausdrücklich abweichend von den allgemeinen Bedingungen. Begrenzend wirken nur die Zahnstaffeln der ersten vier Jahre — von denen es zwei gibt, mit sehr unterschiedlicher Höhe.
Die Envivas Krankenversicherung AG gehört zur Generali Deutschland und ist der Kooperationspartner der Techniker Krankenkasse. Ihr Zahnprodukt heißt DentFlex und wurde nach eigener Darstellung gemeinsam mit der TK entwickelt; die veröffentlichten Beiträge gelten für TK-Versicherte, versicherungsfähig sind nach den Tarifbedingungen Mitglieder und Familienversicherte einer gesetzlichen Krankenkasse. Die drei Stufen DentFlex.70, DentFlex.80 und DentFlex.100 lassen sich nur einzeln abschließen, unterscheiden sich aber weniger, als die Namen vermuten lassen: Zahnbehandlung und Kieferorthopädie werden in jeder Stufe zu 100 Prozent erstattet, gestaffelt sind allein Zahnersatz und Prophylaxe. Envivas führt außerdem den älteren Tarif Zahn70 weiter, der früher auch über CosmosDirekt vermittelt wurde.
| Tarif | Zahnersatz | Zahnbehandlung | Zahnreinigung | Kieferorthopädie | Beitrag 31–40 J. |
|---|---|---|---|---|---|
| Envivas DentFlex.70 Von Envivas als „cleverer Einstieg" geführt — und bei Zahnbehandlung und Kieferorthopädie schon hier auf dem Niveau der höchsten Stufe. | 70 % für Zahnersatz, Zahnkronen und Einlagefüllungen unter Anrechnung der Kassenleistung | <strong>100 %</strong> für Zahnbehandlung und Parodontosebehandlung — einschließlich Knirscher- und Aufbissschienen | 70 % der Prophylaxe, höchstens 150 € pro Kalenderjahr | 100 % bis 3.000 € bei Behandlungsbeginn bis einschließlich Alter 20; danach nur nach einem Unfall | auf Anfragemonatlich |
| Envivas DentFlex.80 Der mittlere Weg: zehn Prozentpunkte mehr beim Zahnersatz, sonst identisch zur Einstiegsstufe. | 80 % für Zahnersatz, Zahnkronen und Einlagefüllungen unter Anrechnung der Kassenleistung | <strong>100 %</strong> für Zahnbehandlung und Parodontosebehandlung — einschließlich Knirscher- und Aufbissschienen | 80 % der Prophylaxe, höchstens 150 € pro Kalenderjahr | 100 % bis 3.000 € bei Behandlungsbeginn bis einschließlich Alter 20; danach nur nach einem Unfall | auf Anfragemonatlich |
| Envivas DentFlex.100 Spitzentarif Die einzige Stufe ohne Eigenanteil beim Zahnersatz — im Beispiel von Envivas bleibt bei einem Implantat für 3.600 € nichts zu zahlen. | <strong>100 %</strong> für Zahnersatz, Zahnkronen und Einlagefüllungen unter Anrechnung der Kassenleistung | 100 % für Zahnbehandlung und Parodontosebehandlung — einschließlich Knirscher- und Aufbissschienen | 100 % der Prophylaxe, höchstens 150 € pro Kalenderjahr | 100 % bis 3.000 € bei Behandlungsbeginn bis einschließlich Alter 20; danach nur nach einem Unfall | auf Anfragemonatlich |
Erstattungssätze für Zahnersatz verstehen sich einschließlich des Festzuschusses der gesetzlichen Kasse. Wartezeit in allen Stufen: keine. Erstattung bis zum Höchstsatz der GOZ beziehungsweise GOÄ.
Fünf Angaben genügen: Sie erhalten den Beitrag für Ihr Eintrittsalter und die Einschätzung, ob eine Annahme bei Envivas realistisch ist.
Maßgeblich ist bei Envivas das Eintrittsalter: Für DentFlex.100 bedeutet das eine Spanne von 11,93 € bis 73,62 € über 7 Altersgruppen. Im direkten Nebeneinander der 3 Stufen von DentFlex zeigt sich, an welcher Stelle der Sprung teuer wird und an welcher er sich lohnt.
| Altersgruppe | DentFlex.70 | DentFlex.80 | DentFlex.100 |
|---|---|---|---|
| bis 20 | 10,21 € | 10,76 € | 11,93 € |
| 21 – 29 Jahre | 8,68 € | 11,05 € | 16,70 € |
| 30 – 39 Jahre | 13,61 € | 18,32 € | 30,24 € |
| 40 – 49 Jahre | 17,41 € | 24,67 € | 43,41 € |
| 50 – 59 Jahre | 22,43 € | 33,24 € | 62,46 € |
| 60 – 69 Jahre | 25,49 € | 38,41 € | 73,62 € |
| 70 – 79 Jahre | 24,95 € | 37,66 € | 72,20 € |
Die Beiträge stammen aus den Wichtigen Vertragsunterlagen zum Tarif DentFlex, Beitragstabelle mit Stand 1. Oktober 2025, abgerufen 12. September 2026. Sie gelten ausdrücklich für Versicherte der Techniker Krankenkasse. Zwei Hinweise zur Tabelle: Envivas weist Beiträge nur bis zur Altersgruppe 70 bis 79 aus — für ältere Interessenten nennen wir den Beitrag auf Anfrage. Und die Gruppe „bis 20" ist in zwei der drei Stufen teurer als die Gruppe 21 bis 29: 10,21 € gegenüber 8,68 € in DentFlex.70. Das ist kein Fehler, sondern spiegelt die Kieferorthopädie-Leistung, die praktisch nur Kinder und Jugendliche in Anspruch nehmen. Zum genannten Beitrag kann ein Zuschlag für fehlende, nicht ersetzte Zähne hinzukommen.
Innerhalb der Serie DentFlex gelten dieselben Bedingungen — die folgenden Punkte sind die einzigen, in denen sich die 3 Stufen tatsächlich trennen.
| Gilt in allen Stufen | Wartezeit: keine · Erstattung bis zum Höchstsatz der GOZ beziehungsweise GOÄ · Inlays: als Einlagefüllung über den Zahnersatz-Baustein, zum jeweiligen Stufensatz · Wurzelbehandlung: 100 % in allen drei Stufen, unter Anrechnung der Kassenleistung |
| Unterscheidet sich | Erstattungssatz beim Zahnersatz, Höchstbetrag für Kieferorthopädie, PZR-Budget und die Höhe der Zahnstaffel |
| Alterungsrückstellung | Envivas: Nach Art der Schadenversicherung kalkuliert, also ohne Alterungsrückstellung. Envivas beschreibt die Folge selbst: „Sie profitieren in jungen Jahren von günstigen Beiträgen. Mit fortschreitendem Alter steigen oder sinken Ihre Beiträge." Maßgeblich ist die erreichte Altersgruppe, nicht das Eintrittsalter. |
| Zahnstaffel | nach 4 Jahren, danach unbegrenzt |
Die Serie wird nicht als fertiger Tarif verkauft, sondern aus Bausteinen zusammengesetzt:
| Zahn70 — der Vorgängertarif | Envivas führt den älteren Tarif Zahn70 weiter, der früher auch über CosmosDirekt vermittelt wurde. Er erstattet Zahnersatz, Einlagefüllungen, Zahnkronen und plastische Füllungen zu 70 Prozent unter Anrechnung der Kassenleistung — <strong>ohne nachgewiesene Kassenvorleistung nur zu 35 Prozent</strong>, bei ausschließlicher Regelversorgung nach §§ 55, 56 SGB V dagegen zu 100 Prozent. Prophylaxe zu 100 Prozent, begrenzt auf 100 € innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren. Die Zahnstaffel läuft hier <strong>fünf</strong> Jahre: 500 €, kumuliert 1.000 €, 1.500 €, 2.000 € und 2.500 €; sie entfällt ab dem sechsten Jahr und bei unfallbedingter Behandlung. Kieferorthopädie ist in Zahn70 nicht enthalten. Wer diesen Tarif hält, sollte den Wechsel nach DentFlex prüfen — die Vorversicherungszeit wird angerechnet. |
| Höherstufung ohne Gesundheitsprüfung | Bis einschließlich Alter 49 kann alle drei Kalenderjahre zum 1. Januar in eine höhere Tarifstufe gewechselt werden — <strong>ohne erneute Gesundheitsprüfung</strong>. Damit lässt sich mit DentFlex.70 günstig einsteigen und der Schutz später anheben, wenn der Bedarf wächst. Nach dem 49. Geburtstag ist dieser Weg verschlossen, weshalb die Stufenwahl davor bewusst getroffen werden sollte. |
| Was in allen Stufen gleich ist | Erstattung bis zum Höchstsatz der GOZ und GOÄ, freie Wahl unter niedergelassenen Zahnärzten einschließlich Medizinischer Versorgungszentren und Notfallambulanzen, Prophylaxe-Budget von 150 € pro Kalenderjahr sowie Knirscher- und Aufbissschienen über die Zahnbehandlung. Nicht erstattet werden Behandlungen durch Ehegatten, Lebenspartner, Eltern oder Kinder der versicherten Person — nachgewiesene Sachkosten dagegen schon. |
Bei DentFlex.100 liegt die Grenze im ersten Jahr bei 1.000 € und die Staffel endet nach 4 Jahren; bis dahin begrenzt sie die Erstattung von Envivas unabhängig vom Prozentsatz — in der Praxis die härtere Hürde als eine Wartezeit.
| Stufe | Jahr 1 | Jahr 2 | Jahr 3 | Jahr 4 | danach |
|---|---|---|---|---|---|
| DentFlex.70 | 1.000 € | 2.000 € | 3.000 € | 4.000 € | unbegrenzt |
| DentFlex.80 | 1.000 € | 2.000 € | 3.000 € | 4.000 € | unbegrenzt |
| DentFlex.100 | 1.000 € | 2.000 € | 3.000 € | 4.000 € | unbegrenzt |
Die Zahnstaffel läuft vier Jahre und gilt gemeinsam für Zahnersatz und Zahnbehandlung: 1.000 € im ersten Jahr, kumuliert 2.000 € in zwei, 3.000 € in drei und 4.000 € in vier Jahren. Weil sie kumulativ gerechnet wird, wächst der Anspruch mit, wenn er in einem Jahr nicht ausgeschöpft wird. Ab dem fünften Jahr entfällt die Begrenzung, ebenso bei unfallbedingter Behandlung, sofern der Unfall nach Vertragsabschluss eingetreten ist. Wer aus einem anderen Envivas-Tarif mit Zahnleistungen wechselt, bekommt Versicherungszeit und bereits erhaltene Leistungen angerechnet. Für Kieferorthopädie gilt eine eigene, deutlich engere Staffel, die in keiner Werbeunterlage auftaucht: 200 € im ersten, kumuliert 400 € in zwei und 600 € in drei Jahren. Der Höchstbetrag von 3.000 € je Kieferorthopädie-Fall ist damit erst nach Ablauf der Staffel erreichbar.
Gesundheitsprüfung bei Envivas: Ja, unter anderem zur Zahl der nicht ersetzten fehlenden Zähne und zu angeratenen Behandlungen.
Fehlende Zähne bei Envivas (DentFlex): Für fehlende, nicht ersetzte Zähne wird ein Beitragszuschlag erhoben, dessen Höhe Envivas nicht veröffentlicht; Weisheits- und Milchzähne sowie ein vollständiger Lückenschluss zählen dabei nicht mit. <strong>Ab vier fehlenden Zähnen ist keine Versicherung möglich.</strong> Für bereits begonnene, beabsichtigte oder angeratene zahnärztliche Behandlungen besteht kein Versicherungsschutz.
Wartezeit bei Envivas: Keine Wartezeit — und das steht ausdrücklich im Tarif: „Abweichend von § 4 AVB/KK SV 2025 müssen Sie keine Wartezeiten erfüllen." Die allgemeinen Bedingungen würden acht Monate für Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie vorsehen; die Tarifregelung geht ihnen vor. Der Schutz greift damit ab dem ersten Tag, begrenzt nur durch die Zahnstaffel.
Envivas darf bei falschen Angaben die Leistung verweigern und vom Vertrag zurücktreten, und zwar auch nach Jahren — deshalb klären wir strittige Befunde vorab, statt sie im Antrag auf DentFlex offenzulassen.
Bei den meisten Serien steigt mit der Stufe alles gleichzeitig: Zahnersatz, Zahnbehandlung, Prophylaxe, Kieferorthopädie. Bei DentFlex nicht. Die Tarifbedingungen weisen für jede der drei Stufen dieselben 100 Prozent bei Zahnbehandlung und Kieferorthopädie aus. Der Aufpreis kauft ausschließlich zwei Dinge ein.
| Leistung | DentFlex.70 | DentFlex.80 | DentFlex.100 |
|---|---|---|---|
| Zahnbehandlung und Parodontose | 100 % | 100 % | 100 % |
| Kieferorthopädie bis Alter 20 | 100 % | 100 % | 100 % |
| Zahnersatz, Kronen, Einlagefüllungen | 70 % | 80 % | 100 % |
| Prophylaxe (max. 150 € im Jahr) | 70 % | 80 % | 100 % |
Daraus folgt eine Empfehlung, die man so selten geben kann: Wer vor allem Füllungen, Wurzel- oder Parodontosebehandlungen absichern will, braucht bei Envivas die höheren Stufen nicht. DentFlex.70 leistet dort dasselbe wie DentFlex.100 — bei einem Beitrag, der in der Altersgruppe 40 bis 49 nur 17,41 € statt 43,41 € beträgt. Auch Knirscher- und Aufbissschienen laufen über die Zahnbehandlung und sind damit in jeder Stufe voll gedeckt, was für Menschen mit Bruxismus ein eigenes Argument ist.
Der Zahnersatz ist der Grund für die Stufenwahl — und hier lohnt der Blick auf die Bemessungsgrundlage. Envivas rechnet den Prozentsatz nicht auf den Betrag, der nach dem Kassenzuschuss übrig bleibt, sondern erklärt den Rechenweg selbst so: „Envivas-Erstattung + TK-Anteil = 70 bzw. 80 bzw. 100 Prozent der Gesamtkosten." Der Kassenanteil zählt also mit in den Prozentsatz hinein.
| Implantat mit Keramikkrone plus Zahnreinigung, 3.600 € | ohne Zusatzschutz | DentFlex.70 | DentFlex.80 | DentFlex.100 |
|---|---|---|---|---|
| Anteil der Krankenkasse | 952 € | 952 € | 952 € | 952 € |
| Erstattung von Envivas | — | 1.568 € | 1.928 € | 2.648 € |
| Ihr Eigenanteil | 2.648 € | 1.080 € | 720 € | 0 € |
Der Kassenanteil von 952 € entspricht dabei dem Festzuschuss bei zehnjährigem Bonusheft, also 75 Prozent Bonus. Ohne Bonusheft fällt er niedriger aus und der Eigenanteil in den Stufen .70 und .80 entsprechend höher — ein Punkt, den das Rechenbeispiel nicht zeigt und den wir in Ihrer Kalkulation berücksichtigen.
DentFlex kennt keine Wartezeit. Die Tarifbedingungen formulieren das unmissverständlich: „Abweichend von § 4 AVB/KK SV 2025 müssen Sie keine Wartezeiten erfüllen." Die allgemeinen Bedingungen würden acht Monate für Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie vorsehen — die tarifliche Regelung geht ihnen vor. Begrenzend wirken damit allein die Zahnstaffeln der ersten vier Jahre. Und davon gibt es zwei.
| Kumuliert nach | Zahnersatz und Zahnbehandlung gemeinsam | Kieferorthopädie |
|---|---|---|
| einem Jahr | 1.000 € | 200 € |
| zwei Jahren | 2.000 € | 400 € |
| drei Jahren | 3.000 € | 600 € |
| vier Jahren | 4.000 € | darüber hinaus bis 3.000 € je Fall |
Envivas bewirbt 100 Prozent für Kieferorthopädie bis 3.000 €. Das stimmt — aber die eigene KFO-Staffel lässt im ersten Jahr nur 200 € zu, im zweiten kumuliert 400 €, im dritten 600 €. Eine feste Zahnspange kostet typischerweise 2.000 bis 6.000 Euro und wird über zwei bis drei Jahre abgerechnet. Wer den Vertrag erst schließt, wenn der Kieferorthopäde die Behandlung anspricht, holt aus diesen 3.000 Euro nur einen Bruchteil heraus. Der Schutz wirkt nur, wenn er mehrere Jahre vor dem Bedarf besteht — bei einem Kind also möglichst früh. Diese Staffel steht in den Tarifbedingungen, nicht in der Broschüre.
Die gemeinsame Staffel für Zahnersatz und Zahnbehandlung hat eine zweite, weniger offensichtliche Folge: Beide Bereiche zehren vom gleichen Budget. Wer im zweiten Jahr eine Wurzelbehandlung und eine Krone braucht, kann die 2.000 € schneller erreichen, als es bei getrennten Staffeln der Fall wäre. Positiv ist dagegen die kumulative Rechenweise: Nicht ausgeschöpfte Beträge verfallen nicht, sondern erhöhen den Anspruch der Folgejahre.
Zwei Regelungen heben die Begrenzung ganz auf. Bei unfallbedingter Behandlung entfällt die Staffel, sofern der Unfall nach Vertragsabschluss eingetreten ist. Und beim Wechsel aus einem anderen Envivas-Tarif mit Zahnleistungen werden sowohl die dort zurückgelegte Versicherungszeit als auch die dort erhaltenen Leistungen angerechnet — für Inhaber des älteren Tarifs Zahn70 ist das der wichtigste Satz der ganzen Bedingungen.
Envivas ist der Kooperationspartner der Techniker Krankenkasse, und die veröffentlichte Beitragstabelle gilt ausdrücklich „für Versicherte der Techniker Krankenkasse". Die Tarifbedingungen selbst formulieren weiter: Versicherungsfähig sind Personen, die Mitglied bei einem Träger der gesetzlichen Krankenversicherung oder dort familienversichert sind. Endet die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Kasse, endet auch DentFlex — und das ist Envivas innerhalb eines Monats anzuzeigen.
Bei der Annahme gilt eine Grenze, die klarer ist als bei vielen Wettbewerbern: Ab vier fehlenden, nicht ersetzten Zähnen ist keine Versicherung möglich. Weisheits- und Milchzähne zählen dabei nicht mit, ein vollständiger Lückenschluss ebenfalls nicht. Bis zu drei Lücken führen nicht zur Ablehnung, sondern zu einem Beitragszuschlag je fehlendem Zahn, dessen Höhe Envivas nicht veröffentlicht. Ausgeschlossen bleiben in jedem Fall bereits begonnene, beabsichtigte oder angeratene Behandlungen.
Bis einschließlich Alter 49 lässt sich alle drei Kalenderjahre zum 1. Januar in eine höhere Stufe wechseln, ohne erneute Gesundheitsprüfung. Das macht einen Einstieg mit DentFlex.70 zu einer ernsthaften Strategie: volle Zahnbehandlung und Kieferorthopädie sofort, den Zahnersatzsatz später anheben, wenn er gebraucht wird. Nach dem 49. Geburtstag ist dieser Weg zu. Wer also mit knapp 50 abschließt, sollte die Stufe gleich richtig wählen — wir rechnen beide Varianten über die Laufzeit gegeneinander.
Für Interessenten ohne TK-Mitgliedschaft ist Envivas praktisch keine Option, so gut der Tarif konstruiert ist. Vergleichbare Eigenschaften — keine Wartezeit, volle Zahnbehandlung in der Einstiegsstufe, Kieferorthopädie ohne Unfallbezug — finden Sie kassenunabhängig bei uniVersa, der Mecklenburgischen und der Stuttgarter. Sagen Sie uns, bei welcher Kasse Sie versichert sind, dann prüfen wir zuerst, ob ein solcher Kassen-Kooperationstarif für Sie überhaupt erreichbar ist.
| Stufe | Sinnvoll, wenn … |
|---|---|
| DentFlex.70 | Von Envivas als „cleverer Einstieg" geführt — und bei Zahnbehandlung und Kieferorthopädie schon hier auf dem Niveau der höchsten Stufe. |
| DentFlex.80 | Der mittlere Weg: zehn Prozentpunkte mehr beim Zahnersatz, sonst identisch zur Einstiegsstufe. |
| DentFlex.100 | Die einzige Stufe ohne Eigenanteil beim Zahnersatz — im Beispiel von Envivas bleibt bei einem Implantat für 3.600 € nichts zu zahlen. |
Passt für: TK-Versicherte, die sofortigen Schutz brauchen — und Familien, weil Kieferorthopädie in jeder Stufe zu 100 Prozent gedeckt ist und schon die günstigste Stufe die volle Zahnbehandlung mitbringt.
Eher nicht für: Versicherte anderer Kassen, Menschen mit mehr als drei Zahnlücken und alle, die kurzfristig eine große kieferorthopädische Rechnung erwarten: Dafür ist die eigene KFO-Staffel zu eng.
Den Tarif DentFlex in drei Stufen: DentFlex.70, DentFlex.80 und DentFlex.100. Sie sind nur einzeln abschließbar und unterscheiden sich ausschließlich beim Zahnersatz und bei der Prophylaxe — Zahnbehandlung, Parodontosebehandlung und Kieferorthopädie werden in jeder Stufe zu 100 Prozent erstattet. Daneben führt Envivas den älteren Tarif Zahn70 weiter, der früher auch über CosmosDirekt vermittelt wurde.
Nein. Die Tarifbedingungen setzen die allgemeine Regelung ausdrücklich außer Kraft: „Abweichend von § 4 AVB/KK SV 2025 müssen Sie keine Wartezeiten erfüllen." Ohne diese Sonderregel wären es acht Monate für Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie. Begrenzend wirken deshalb nur die Zahnstaffeln der ersten vier Jahre.
Die Beitragstabelle mit Stand 1. Oktober 2025 nennt für DentFlex.70 zwischen 8,68 Euro in der Gruppe 21 bis 29 und 25,49 Euro in der Gruppe 60 bis 69. DentFlex.100 reicht von 16,70 bis 73,62 Euro. Für Kinder bis 20 sind es 10,21 Euro in der Einstiegs- und 11,93 Euro in der Spitzenstufe. Zum Beitrag kann ein Zuschlag für fehlende, nicht ersetzte Zähne hinzukommen.
Weil die Kieferorthopädie-Leistung praktisch nur Kinder und Jugendliche in Anspruch nehmen. In DentFlex.70 zahlt ein Kind 10,21 Euro, ein Mittzwanziger nur 8,68 Euro. Das ist kein Fehler in der Tabelle, sondern spiegelt den erwarteten Aufwand: Bei jedem zweiten Kind steht laut Envivas eine kieferorthopädische Behandlung an, während Zahnersatz in diesem Alter kaum vorkommt.
DentFlex erstattet Kieferorthopädie in jeder Stufe zu 100 Prozent, begrenzt auf 3.000 Euro je Fall, sofern die Behandlung bis einschließlich Alter 20 beginnt. Entscheidend ist aber die eigene Kieferorthopädie-Staffel: 200 Euro im ersten Jahr, kumuliert 400 Euro in zwei und 600 Euro in drei Jahren. Die 3.000 Euro sind damit erst nach Ablauf der vierjährigen Staffel voll erreichbar — der Vertrag muss also mehrere Jahre vor der Behandlung bestehen. Ab dem 21. Geburtstag begonnene Behandlungen sind nur nach einem Unfall gedeckt.
Die veröffentlichten Beiträge gelten ausdrücklich für Versicherte der Techniker Krankenkasse; Envivas ist deren Kooperationspartner und hat DentFlex nach eigener Darstellung gemeinsam mit der TK entwickelt. Die Tarifbedingungen selbst verlangen eine Mitgliedschaft oder Familienversicherung bei einem Träger der gesetzlichen Krankenversicherung. In der Praxis ist dieser Tarif damit ein TK-Produkt. Wenn Sie bei einer anderen Kasse sind, sagen Sie es uns — es gibt kassenunabhängige Tarife mit sehr ähnlicher Konstruktion.
Bis zu drei fehlende, nicht ersetzte Zähne führen zu einem Beitragszuschlag je Zahn, dessen Höhe Envivas nicht veröffentlicht. Ab vier fehlenden Zähnen ist keine Versicherung möglich. Weisheits- und Milchzähne sowie ein vollständiger Lückenschluss zählen nicht mit. Für bereits begonnene, beabsichtigte oder angeratene Behandlungen besteht in keinem Fall Versicherungsschutz.
Ja, bis einschließlich Alter 49 alle drei Kalenderjahre zum 1. Januar — und zwar ohne erneute Gesundheitsprüfung. Das macht den Einstieg mit DentFlex.70 attraktiv, weil Zahnbehandlung und Kieferorthopädie dort ohnehin schon zu 100 Prozent gedeckt sind und nur der Zahnersatzsatz später angehoben werden muss. Nach dem 49. Geburtstag entfällt diese Möglichkeit.
Envivas führt ihn weiter. Zahn70 erstattet Zahnersatz, Einlagefüllungen, Kronen und plastische Füllungen zu 70 Prozent unter Anrechnung der Kassenleistung — ohne nachgewiesene Kassenvorleistung jedoch nur zu 35 Prozent, bei ausschließlicher Regelversorgung dagegen zu 100 Prozent. Die Prophylaxe ist auf 100 Euro innerhalb von zwei Kalenderjahren begrenzt, die Zahnstaffel läuft fünf statt vier Jahre, und Kieferorthopädie fehlt ganz. Wer Zahn70 hält, sollte den Wechsel nach DentFlex prüfen: Die Vorversicherungszeit wird auf die neue Zahnstaffel angerechnet.
Bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung für Zahnärzte beziehungsweise für Ärzte. Das ist der weitestgehende Rahmen, den ein Tarif hier setzen kann, und deckt damit auch Rechnungen mit erhöhtem Steigerungsfaktor ab. Die freie Wahl unter niedergelassenen Zahnärzten gilt einschließlich Medizinischer Versorgungszentren und Notfallambulanzen; nicht erstattet werden Behandlungen durch Ehegatten, Lebenspartner, Eltern oder Kinder der versicherten Person.
Angaben zu Envivas Krankenversicherung geprüft am 12. September 2026. Genannte Beiträge zu DentFlex hängen von Eintrittsalter, Zahnstatus und Tarifvariante ab und sind kein Angebot. Maßgeblich sind die Versicherungsbedingungen von Envivas Krankenversicherung in der bei Vertragsschluss gültigen Fassung.
Ob DentFlex.100 für Sie die richtige Wahl ist, hängt an Eintrittsalter, Gebisszustand und dem erwarteten Behandlungsbedarf. Diese drei Größen rechnen wir gegen den Markt.