Ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit vier durchgehend gleich aufgebauten Stufen — inklusive Invisalign und Lingualtechnik bei der Zahnspange und einem Narkosebudget, das in jeder Stufe gleich hoch ist.
| 0 – 20 Jahre | 22,64 € |
| 21 – 30 Jahre | 14,57 € |
| 31 – 40 Jahre | 29,28 € |
| 41 – 50 Jahre | 39,90 € |
| 51 – 60 Jahre | 52,02 € |
| 61 – 70 Jahre | 67,06 € |
| ab 71 Jahre | 75,70 € |
Die SDK Süddeutsche Krankenversicherung ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ohne Aktionärsinteressen, gegründet 1926. Ihr Zahnangebot ist so gleichmäßig gebaut wie kaum ein zweites: Die vier Tarife Zahn 50, Zahn 70, Zahn 90 und Zahn 100 — intern ZP5, ZP7, ZP9 und ZP1 — unterscheiden sich in jeder Leistungsposition um denselben Faktor. Erstattungssatz, Prophylaxe-Budget, Zahnspangen-Höchstbetrag und Zahnstaffel steigen im Gleichschritt. Eine einzige Position bleibt in allen vier Stufen identisch, und es ist eine, die sonst kaum jemand so führt.
Die SDK Süddeutsche Krankenversicherung ist ein 1926 gegründeter Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit Sitz in Fellbach bei Stuttgart. Als Verein ist sie keinen Aktionären verpflichtet, was sich traditionell in stabiler Beitragspolitik niederschlägt. Ihr Zahnangebot ist so gleichmäßig gebaut wie kaum ein zweites im Vergleich: Die vier Tarife ZP5, ZP7, ZP9 und ZP1 — beworben als Zahn 50, 70, 90 und 100 — unterscheiden sich in jeder Leistungsposition um denselben Prozentsatz. Wer die Stufe wechselt, verschiebt damit alles gleichzeitig: Erstattungssatz, Prophylaxe-Budget, Kieferorthopädie-Höchstbetrag und Zahnstaffel. Eine einzige Position bleibt in allen vier Stufen identisch, und es ist eine ungewöhnliche: das Budget für Maßnahmen zur Schmerzausschaltung.
| Tarif | Zahnersatz | Zahnbehandlung | Zahnreinigung | Kieferorthopädie | Beitrag 31–40 J. |
|---|---|---|---|---|---|
| SDK Zahn 50 (ZP5) Der Einstieg — mit 3,63 € in der Gruppe 21 bis 30 einer der günstigsten Zahntarife im ganzen Vergleich, dafür mit halber Erstattung. | 50 % — zusammen mit der Vorleistung der gesetzlichen Kasse | 50 % zusammen mit der Kassenleistung | 100 % bis 50 € pro Kalenderjahr | 50 % bis 1.500 € über die gesamte Vertragslaufzeit, Behandlungsbeginn vor dem 18. Geburtstag | 6,39 €monatlich |
| SDK Zahn 70 (ZP7) Die mittlere Stufe: doppeltes Prophylaxe-Budget gegenüber Zahn 50 und eine um 200 € höhere Staffel im ersten Jahr. | 70 % — zusammen mit der Vorleistung der gesetzlichen Kasse | 70 % zusammen mit der Kassenleistung | 100 % bis 100 € pro Kalenderjahr | 70 % bis 2.100 € über die gesamte Vertragslaufzeit, Behandlungsbeginn vor dem 18. Geburtstag | 13,49 €monatlich |
| SDK Zahn 90 (ZP9) Die von der Stiftung Warentest mit „sehr gut" bewertete Stufe — und mit 2.700 € für die Zahnspange über dem Marktdurchschnitt. | 90 % — zusammen mit der Vorleistung der gesetzlichen Kasse | 90 % zusammen mit der Kassenleistung | 100 % bis 150 € pro Kalenderjahr | 90 % bis 2.700 € über die gesamte Vertragslaufzeit, Behandlungsbeginn vor dem 18. Geburtstag | 24,89 €monatlich |
| SDK Zahn 100 (ZP1) Spitzentarif Volle Erstattung ohne Eigenanteil, das höchste Prophylaxe-Budget der Serie und 3.000 € für die Kieferorthopädie. | <strong>100 %</strong> — zusammen mit der Vorleistung der gesetzlichen Kasse bleibt kein Eigenanteil | 100 % zusammen mit der Kassenleistung | 100 % bis 200 € pro Kalenderjahr | 100 % bis 3.000 € über die gesamte Vertragslaufzeit, Behandlungsbeginn vor dem 18. Geburtstag | 29,28 €monatlich |
Erstattungssätze für Zahnersatz verstehen sich einschließlich des Festzuschusses der gesetzlichen Kasse. Wartezeit in allen Stufen: keine. Erstattung bis zu den Höchstsätzen der GOZ.
Was SDK Sie kostet, hängt am Eintrittsalter — wir rechnen es aus und zeigen daneben, wo dieselbe Leistung weniger kostet.
SDK staffelt den Beitrag in 7 Altersgruppen. Beim Spitzentarif Zahn 100 reicht die Spanne von 14,57 € bis 75,70 € — das 5,2-Fache. Alle 4 Stufen der Serie Zahn 50 bis Zahn 100 stehen nebeneinander, damit der Aufpreis für die jeweils höhere Erstattung sichtbar wird.
| Altersgruppe | Zahn 50 | Zahn 70 | Zahn 90 | Zahn 100 |
|---|---|---|---|---|
| 0 – 20 Jahre | 8,78 € | 14,04 € | 20,18 € | 22,64 € |
| 21 – 30 Jahre | 3,63 € | 7,65 € | 12,41 € | 14,57 € |
| 31 – 40 Jahre | 6,39 € | 13,49 € | 24,89 € | 29,28 € |
| 41 – 50 Jahre | 8,02 € | 17,82 € | 33,88 € | 39,90 € |
| 51 – 60 Jahre | 9,80 € | 22,90 € | 44,13 € | 52,02 € |
| 61 – 70 Jahre | 12,18 € | 28,86 € | 56,86 € | 67,06 € |
| ab 71 Jahre | 13,56 € | 32,68 € | 64,19 € | 75,70 € |
Alle Beiträge stammen aus dem Beitragsrechner der SDK, Stand 12. September 2026, für eine Person ohne fehlende Zähne. Zwei Dinge fallen an der Tabelle auf. Erstens ist der Kinderbeitrag höher als der für junge Erwachsene: Zahn 100 kostet für ein Kind 22,64 €, in der Gruppe 21 bis 30 dagegen nur 14,57 €. Das ist kein Fehler, sondern spiegelt die Kieferorthopädie, die praktisch nur Kinder in Anspruch nehmen. Zweitens verlangt der Rechner eine Angabe zum Geschlecht — sie verändert den Beitrag jedoch nicht. Zahnzusatztarife sind seit Dezember 2012 gesetzlich Unisex, und der Gegentest mit beiden Werten ergab in allen vier Stufen exakt denselben Betrag.
Die 4 Stufen der Serie Zahn 50 bis Zahn 100 sind gleich konstruiert; abweichend ist nur, was in dieser Tabelle steht.
| Gilt in allen Stufen | Wartezeit: keine · Erstattung bis zu den Höchstsätzen der GOZ · Inlays: über die Zahnbehandlung, zum Satz der jeweiligen Stufe · Wurzelbehandlung: über die Zahnbehandlung, zum Satz der jeweiligen Stufe |
| Unterscheidet sich | Erstattungssatz beim Zahnersatz, Höchstbetrag für Kieferorthopädie, PZR-Budget und die Höhe der Zahnstaffel |
| Alterungsrückstellung | SDK: Nach Art der Schadenversicherung kalkuliert — es werden keine Alterungsrückstellungen gebildet. Maßgeblich ist das <strong>erreichte Alter</strong>, also die Differenz zwischen laufendem Kalenderjahr und Geburtsjahr; den höheren Beitrag zahlt man ab dem auf den Geburtstag folgenden Kalenderjahr. Kinder zahlen bis zum Ende des Kalenderjahres, in dem sie 20 werden, den Kinderbeitrag. |
| Zahnstaffel | nach 4 Jahren, danach unbegrenzt |
Die Serie wird nicht als fertiger Tarif verkauft, sondern aus Bausteinen zusammengesetzt:
| Schmerzausschaltung — in allen vier Stufen gleich | Eine Position fällt aus der sonst streng gestuften Systematik heraus: Für <strong>besondere, nicht medizinisch notwendige Maßnahmen zur Schmerzausschaltung</strong> erstattet die SDK in <em>jeder</em> Stufe 100 Prozent bis 200 € pro Kalenderjahr. Genannt werden ausdrücklich Akupunktur, Lachgas-Sedierung, Hypnose und Vollnarkose. Für Angstpatienten heißt das: Der günstigste Tarif Zahn 50 für 3,63 € im Monat leistet hier genauso viel wie Zahn 100. |
| Kieferorthopädie mit Invisalign und Lingualtechnik | Die Bedingungen zählen die erstattungsfähigen Mehrleistungen ungewöhnlich konkret auf: <strong>Mini-, Keramik- und Kunststoffbrackets, farblose Bögen, Lingualtechnik, festsitzende Retainer und unsichtbare Zahnspangen wie Invisalign</strong>. Genau diese Positionen streichen viele Tarife als nicht medizinisch notwendig. Die Behandlung muss vor dem 18. Geburtstag beginnen; danach leistet die SDK nur noch nach einem Unfall. Nicht versichert ist der Eigenanteil, den die gesetzliche Kasse nach erfolgreichem Abschluss ohnehin zurückerstattet — das ist korrekt, aber man sollte es wissen. |
| Wenn die Kasse nicht zahlt | Hier trennt die SDK zwei Fälle sauber. Ist die gesetzliche Kasse für eine Leistung <strong>gar nicht leistungspflichtig</strong>, erbringt die SDK ihre Leistung in voller Höhe. Wird dagegen ein <strong>Behandler ohne Kassenzulassung</strong> gewählt, rechnet sie pauschal <strong>35 Prozent des Rechnungsbetrags als fiktive Vorleistung</strong> an — dasselbe gilt für Auslandsbehandlungen ohne Kassenleistung. Ein in der gesetzlichen Kasse vereinbarter Selbstbehalt nach § 53 SGB V gilt als Vorleistung, wird aber nicht erstattet. |
Die Staffel ist der Grund, warum ein Erstattungssatz von 100 Prozent in den Anfangsjahren wenig besagt: Zahn 100 zahlt im ersten Jahr maximal 1.000 € und wird erst nach 4 Jahren unbegrenzt.
| Stufe | Jahr 1 | Jahr 2 | Jahr 3 | Jahr 4 | danach |
|---|---|---|---|---|---|
| Zahn 50 | 500 € | 1.000 € | 1.500 € | 2.000 € | unbegrenzt |
| Zahn 70 | 700 € | 1.400 € | 2.100 € | 2.800 € | unbegrenzt |
| Zahn 90 | 900 € | 1.800 € | 2.700 € | 3.600 € | unbegrenzt |
| Zahn 100 | 1.000 € | 2.000 € | 3.000 € | 4.000 € | unbegrenzt |
Die Zahnstaffel der SDK läuft vier Kalenderjahre und gilt gemeinsam für Zahnersatz, Zahnbehandlung und Kieferorthopädie — die drei Bereiche zehren also vom selben Budget. In Zahn 100 sind das 1.000 € im ersten Kalenderjahr und kumuliert 4.000 € in vier Jahren; in Zahn 50 entsprechend nur 500 € bis 2.000 €. Ab dem fünften Kalenderjahr gilt der volle tarifliche Umfang. Zwei Regelungen heben die Grenze auf: Sie gilt nicht für Kosten, die durch einen nach Versicherungsbeginn eingetretenen Unfall verursacht wurden. Und wer in eine höhere Stufe wechselt, bekommt die bisher zurückgelegte Versicherungszeit sowie die erhaltenen Leistungen angerechnet — die Staffel beginnt also nicht von vorn.
Gesundheitsprüfung bei SDK: Ja, Gesundheitsprüfung bei Antragstellung. Versicherungsfähig sind Personen, die in einer gesetzlichen Kasse versichert oder dort familienversichert sind oder Anspruch auf Heilfürsorge haben; der gewöhnliche Aufenthalt muss in Deutschland liegen.
Fehlende Zähne bei SDK (Zahn 50 bis Zahn 100): Nicht versicherbar. Alle Zähne, die bereits vor Vertragsschluss fehlten, sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.
Wartezeit bei SDK: Die SDK verzichtet auf Wartezeiten; Leistungen können ab Versicherungsbeginn in Anspruch genommen werden. Begrenzend wirkt allein die Zahnstaffel der ersten vier Kalenderjahre.
Bevor ein Antrag auf Zahn 50 bis Zahn 100 gestellt wird, prüfen wir Ihre Annahmechancen, denn eine Ablehnung durch SDK wird aktenkundig und erschwert den nächsten Versuch bei einer anderen Gesellschaft.
Bei den meisten Serien verschieben sich die Leistungen zwischen den Stufen uneinheitlich: Mal steigt der Erstattungssatz, mal das Prophylaxe-Budget, mal keines von beidem. Die SDK macht es anders und staffelt alles parallel. Das macht die Wahl zu einer reinen Rechenaufgabe.
| Leistung | Zahn 50 | Zahn 70 | Zahn 90 | Zahn 100 |
|---|---|---|---|---|
| Zahnersatz und Zahnbehandlung | 50 % | 70 % | 90 % | 100 % |
| Prophylaxe pro Kalenderjahr | 50 € | 100 € | 150 € | 200 € |
| Zahnspange (Beginn vor 18) | 50 %, max. 1.500 € | 70 %, max. 2.100 € | 90 %, max. 2.700 € | 100 %, max. 3.000 € |
| Zahnstaffel im 1. Kalenderjahr | 500 € | 700 € | 900 € | 1.000 € |
| Schmerzausschaltung pro Jahr | 200 € | 200 € | 200 € | 200 € |
| Beitrag mit 35 Jahren | 6,39 € | 13,49 € | 24,89 € | 29,28 € |
Die vorletzte Zeile ist die interessante. Für besondere, nicht medizinisch notwendige Maßnahmen zur Schmerzausschaltung erstattet die SDK in jeder Stufe 100 Prozent bis 200 € pro Kalenderjahr — ausdrücklich genannt werden Akupunktur, Lachgas-Sedierung, Hypnose und Vollnarkose. Ein Angstpatient, dem es vor allem darum geht, bekommt in Zahn 50 für 6,39 € im Monat exakt dieselbe Leistung wie in Zahn 100 für 29,28 €. Diese Konstellation findet sich sonst fast nirgends; üblicherweise wächst das Narkosebudget mit der Stufe oder fehlt in den unteren Stufen ganz.
Umgekehrt gilt: Wer auf den Zahnersatz schaut, kommt an der Spitzenstufe nicht vorbei. Bei einem Implantat mit Vollkeramikkrone für 2.800 € erstattet Zahn 50 zusammen mit der Kassenleistung die Hälfte — es bleiben 1.400,00 € bei Ihnen. In Zahn 100 bleibt nichts. Der Aufpreis von 22,89 € im Monat entspricht 274,68 € im Jahr.
Die Zahnstaffel ist bei Zahnzusatzversicherungen die praktisch wichtigste Begrenzung, weil sie über mehrere Jahre wirkt. Bei der SDK kommt eine Besonderheit hinzu, die man in der Tabelle nicht sieht: Sie gilt gemeinsam für Zahnersatz, Zahnbehandlung und Kieferorthopädie. Drei Bereiche zehren also vom selben Budget.
| Anbieter | Jahr 1 | über 4 Jahre |
|---|---|---|
| DFV-ZahnSchutz Exklusiv | 1.750 € | 7.000 € |
| BarmeniaGothaer Mehr Zahn 100 | 1.500 € | 6.000 € |
| Münchener Verein ZahnGesund | 1.500 € | 6.000 € |
| Allianz MeinZahnschutz 100 | 1.000 € | unbegrenzt ab Jahr 4 |
| SDK Zahn 100 | 1.000 € | 4.000 € |
| SDK Zahn 90 | 900 € | 3.600 € |
| SDK Zahn 50 | 500 € | 2.000 € |
Konkret: Bei einem Implantat für 2.800 € im ersten Vertragsjahr erstattet Zahn 90 maximal 900 €. Nach Abzug des Festzuschusses von 278,87 € bleiben rund 1.621,13 € bei Ihnen. Ab dem fünften Kalenderjahr greift der volle tarifliche Umfang.
Erstens gilt sie nicht für unfallbedingte Kosten, sofern der Unfall nach Versicherungsbeginn eingetreten ist. Zweitens — und das ist für die Tarifwahl wichtig — wird beim Wechsel in eine höhere Stufe die bisher zurückgelegte Versicherungszeit samt der erhaltenen Leistungen angerechnet. Wer günstig in Zahn 50 einsteigt und nach drei Jahren aufstockt, beginnt die Staffel also nicht von vorn. Das macht die Einstiegsstufe zu einer ernsthaften Strategie und nicht nur zur Sparvariante.
Bei der Kieferorthopädie entscheidet selten der Prozentsatz, sondern die Frage, welche Positionen überhaupt als erstattungsfähig gelten. Die meisten Bedingungswerke bleiben hier vage — die SDK zählt sie auf.
Mini-, Keramik- und Kunststoffbrackets, farblose Bögen, Lingualtechnik, festsitzende Retainer und unsichtbare Zahnspangen wie Invisalign. Genau diese Positionen machen eine moderne Zahnspange teuer, und genau sie streichen andere Tarife regelmäßig als nicht medizinisch notwendig.
Drei Bedingungen gehören dazu. Die Behandlung muss vor dem 18. Geburtstag beginnen; danach leistet die SDK nur noch nach einem Unfall, dann allerdings auch bei Erwachsenen. Der Höchstbetrag — 1.500 € bis 3.000 € je nach Stufe — gilt über die gesamte Vertragslaufzeit, nicht je Behandlung. Und nicht versichert ist der Eigenanteil, den die gesetzliche Kasse nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung ohnehin zurückerstattet; das ist korrekt, überrascht aber viele Eltern.
Im Vergleich liegt Zahn 100 mit 3.000 € auf dem Niveau der Allianz und über BarmeniaGothaer (2.000 €), aber unter MAXCARE und Münchener Verein (je 5.000 €). Der Kinderbeitrag ist bei der SDK allerdings höher als der für junge Erwachsene — 22,64 € statt 14,57 € in Zahn 100 —, was genau diese Leistung widerspiegelt.
Alle vier SDK-Sätze verstehen sich zusammen mit der Vorleistung der gesetzlichen Kasse. Die Frage, was gilt, wenn diese Vorleistung ausbleibt, entscheidet deshalb über den tatsächlichen Wert des Tarifs — und die SDK unterscheidet dabei sauber zwei Fälle.
| Fall | Was die SDK tut |
|---|---|
| Die Kasse ist für die Leistung gar nicht zuständig | Die SDK erbringt ihre Leistung in voller Höhe — kein fiktiver Abzug. |
| Sie wählen einen Zahnarzt ohne Kassenzulassung | Pauschal 35 Prozent des Rechnungsbetrags werden als fiktive Vorleistung angerechnet. |
| Behandlung im Ausland ohne Kassenleistung | Ebenfalls 35 Prozent fiktive Vorleistung. |
| Selbstbehalt in der Kasse nach § 53 SGB V | Gilt als Vorleistung und wird nicht erstattet. |
Die erste Zeile ist die günstige und in dieser Klarheit nicht selbstverständlich: Wo die Kasse grundsätzlich nichts zahlt, kürzt die SDK nicht. Die zweite Zeile ist die teure. Wer bewusst zu einer Privatpraxis ohne Kassenzulassung geht, verliert 35 Prozent der Bemessungsgrundlage — bei einer Rechnung über 2.800 € sind das 980,00 €, die als bereits erbracht gelten, obwohl niemand sie gezahlt hat. Wenn Sie eine solche Praxis bevorzugen, sollten Sie das vor der Tarifwahl ansprechen.
Die SDK ist kein Aktienunternehmen, sondern ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG), gegründet 1926. Die Versicherten sind zugleich Mitglieder des Vereins; es gibt keine Aktionäre, an die Gewinne ausgeschüttet werden müssten.
Für Versicherte ist das kein Leistungsversprechen, aber ein struktureller Unterschied: Überschüsse fließen in die Rückstellungen oder kommen den Mitgliedern zugute, statt als Dividende abzufließen. In der Praxis zeigt sich das eher in stabiler Beitragspolitik als in spektakulären Konditionen. Auch Münchener Verein, uniVersa, Debeka und SONO in diesem Vergleich sind Vereine auf Gegenseitigkeit.
Versicherungsfähig sind Personen, die in einer gesetzlichen Kasse versichert oder dort familienversichert sind oder Anspruch auf Heilfürsorge haben; der gewöhnliche Aufenthalt muss in Deutschland liegen. Fällt eine dieser Voraussetzungen weg, endet der Tarif zu diesem Zeitpunkt.
| Stufe | Sinnvoll, wenn … |
|---|---|
| Zahn 50 | Der Einstieg — mit 3,63 € in der Gruppe 21 bis 30 einer der günstigsten Zahntarife im ganzen Vergleich, dafür mit halber Erstattung. |
| Zahn 70 | Die mittlere Stufe: doppeltes Prophylaxe-Budget gegenüber Zahn 50 und eine um 200 € höhere Staffel im ersten Jahr. |
| Zahn 90 | Die von der Stiftung Warentest mit „sehr gut" bewertete Stufe — und mit 2.700 € für die Zahnspange über dem Marktdurchschnitt. |
| Zahn 100 | Volle Erstattung ohne Eigenanteil, das höchste Prophylaxe-Budget der Serie und 3.000 € für die Kieferorthopädie. |
Passt für: Familien mit absehbarem Zahnspangenbedarf — und Angstpatienten, für die das gleich hohe Narkosebudget den günstigsten Tarif ausreichen lässt.
Eher nicht für: Wer im ersten Vertragsjahr eine teure Versorgung benötigt oder eine bestehende Zahnlücke mitversichern möchte.
Vier: Zahn 50, Zahn 70, Zahn 90 und Zahn 100 — in den Bedingungen als ZP5, ZP7, ZP9 und ZP1 geführt. Sie sind parallel gestuft: Der Erstattungssatz für Zahnersatz und Zahnbehandlung, das Prophylaxe-Budget, der Höchstbetrag für die Zahnspange und die Zahnstaffel steigen jeweils im selben Verhältnis. Nur das Budget für Maßnahmen zur Schmerzausschaltung ist in allen vier Stufen gleich hoch.
In der Altersgruppe 31 bis 40 Jahre kostet Zahn 50 6,39 Euro, Zahn 70 13,49 Euro, Zahn 90 24,89 Euro und Zahn 100 29,28 Euro. In der Gruppe 21 bis 30 beginnt Zahn 50 bei 3,63 Euro — einer der günstigsten Zahntarife im gesamten Vergleich. Ab 71 Jahren liegt Zahn 100 bei 75,70 Euro. Alle Werte stammen aus dem Beitragsrechner der SDK.
Weil Kinder das teurere Leistungsprofil haben. Zahn 100 kostet für ein Kind 22,64 Euro, in der Gruppe 21 bis 30 dagegen nur 14,57 Euro. Der Grund ist die Kieferorthopädie: Sie wird praktisch nur bis zum 18. Geburtstag in Anspruch genommen und ist mit bis zu 3.000 Euro der größte Einzelposten im Kindesalter. Zahnersatz spielt dort dagegen kaum eine Rolle.
In Zahn 100 sind es 1.000 Euro im ersten Kalenderjahr, kumuliert 2.000, 3.000 und 4.000 Euro in vier Jahren; in Zahn 50 entsprechend 500 bis 2.000 Euro. Wichtig ist eine Besonderheit: Die Staffel gilt gemeinsam für Zahnersatz, Zahnbehandlung und Kieferorthopädie — drei Bereiche teilen sich also ein Budget. Ab dem fünften Kalenderjahr entfällt die Begrenzung.
Bei der SDK ist das eine ernsthafte Option, weil sie beim Wechsel in eine höhere Stufe die bisher zurückgelegte Versicherungszeit und die bereits erhaltenen Leistungen auf die neue Staffel anrechnet. Wer mit Zahn 50 beginnt und nach drei Jahren auf Zahn 100 wechselt, startet dort nicht wieder bei Staffeljahr eins. Bei vielen Wettbewerbern ist genau das der Grund, warum sich ein späterer Ausbau nicht lohnt.
Je nach Stufe 50 bis 100 Prozent, höchstens 1.500 bis 3.000 Euro über die gesamte Vertragslaufzeit. Die Behandlung muss vor dem 18. Geburtstag beginnen. Ausdrücklich eingeschlossen sind Mehrleistungen, die andere Tarife häufig streichen: Mini-, Keramik- und Kunststoffbrackets, farblose Bögen, Lingualtechnik, festsitzende Retainer und unsichtbare Zahnspangen wie Invisalign. Nicht versichert ist der Eigenanteil, den die Kasse nach erfolgreichem Abschluss zurückerstattet.
Ja, und zwar in jeder Stufe gleich: 100 Prozent bis 200 Euro pro Kalenderjahr für besondere, nicht medizinisch notwendige Maßnahmen zur Schmerzausschaltung. Genannt werden Akupunktur, Lachgas-Sedierung, Hypnose und Vollnarkose. Für Angstpatienten ist das der ungewöhnlichste Punkt dieses Anbieters — der günstigste Tarif leistet hier genauso viel wie der teuerste.
Die SDK unterscheidet zwei Fälle. Ist die gesetzliche Kasse für eine Leistung gar nicht zuständig, erbringt die SDK ihre Leistung in voller Höhe. Wählen Sie dagegen einen Zahnarzt ohne Kassenzulassung — oder lassen sich im Ausland ohne Kassenleistung behandeln —, rechnet sie pauschal 35 Prozent des Rechnungsbetrags als fiktive Vorleistung an. Bei einer Rechnung über 2.800 Euro sind das 980 Euro, die als erbracht gelten, obwohl sie niemand gezahlt hat.
Nein. Die SDK verzichtet auf Wartezeiten; Leistungen können ab Versicherungsbeginn in Anspruch genommen werden. Begrenzend wirkt allein die Zahnstaffel der ersten vier Kalenderjahre.
Nein. Alle Zähne, die bereits vor Vertragsschluss fehlten, sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Wer eine nicht ersetzte Zahnlücke hat, findet bei BarmeniaGothaer eine kostenlose Mitversicherung, bei uniVersa eine Aufnahme ohne Gesundheitsfragen und bei UKV eine Annahme gegen Zuschlag.
Angaben zu SDK Süddeutsche Krankenversicherung geprüft am 12. September 2026. Ob und zu welchem Beitrag SDK Sie annimmt, ergibt sich erst aus der Antragsprüfung; die Werte hier sind Beispiele. Maßgeblich sind die Versicherungsbedingungen von SDK Süddeutsche Krankenversicherung in der bei Vertragsschluss gültigen Fassung.
Fünf Angaben zu Alter und Zahnstatus genügen. Sie erhalten den Beitrag von SDK für Ihr Eintrittsalter, eine Einschätzung zur Annahme und den Gegenvorschlag, falls eine andere Gesellschaft in Ihrem Fall besser trägt.