Vier sehr verschiedene Versorgungen laufen im Vertrag unter einem einzigen Begriff. Was von einer Rechnung ankommt, hängt trotzdem nicht an der Versorgungsart, sondern an zwei Angaben, die zusammen gelesen werden müssen: am Erstattungssatz und an der Größe, auf die er angewandt wird. Diese Seite sortiert die Versorgungen nach Befund und macht beide Angaben vergleichbar.
Die gesetzliche Kasse bemisst ihren Anteil an einer Standardlösung je Befund, Ihr Versicherer dagegen an der Rechnung, die Ihre Praxis stellt. Solange beide Größen nah beieinanderliegen, reicht schon eine mittlere Stufe; sobald privat aufgewertet wird, entscheidet allein der Prozentsatz. Volle Erstattung führen 37 der 47 verglichenen Gesellschaften; am günstigsten zu haben ist sie mit 40 Jahren über AXA Zahn Premium für 26,15 € monatlich.
Versicherer folgen hier nicht der Umgangssprache, sondern den Befundklassen der gesetzlichen Krankenversicherung. Maßgeblich ist also nicht, wie eine Versorgung aussieht oder woraus sie besteht, sondern welcher Schaden versorgt wird. Daraus ergibt sich eine Reihenfolge, die von der einzelnen überkronten Zahnkrone bis zum zahnlosen Kiefer reicht — und in der die Beträge um mehr als das Zweieinhalbfache auseinandergehen.
| Versorgung | Bauart | Regelversorgungrechnerischer Wert | Kassenanteil5 Jahre Bonusheft | Offen ohne Versicherung |
|---|---|---|---|---|
| Krone auf einem eigenen ZahnBefund 1.1 | festsitzend | 398,38 € | 278,87 € | 119,51 € |
| TeilkroneBefund 1.2 | festsitzend | 457,27 € | 320,09 € | 137,18 € |
| Brücke über eine EinzellückeBefund 2.1 | festsitzend | 921,60 € | 645,12 € | 276,48 € |
| Teilprothese im RestgebissBefund 4.1 | herausnehmbar | 994,80 € | 696,36 € | 298,44 € |
| Vollprothese im OberkieferBefund 4.2 | herausnehmbar | 960,73 € | 672,52 € | 288,21 € |
| Vollprothese im UnterkieferBefund 4.4 | herausnehmbar | 1.029,53 € | 720,68 € | 308,85 € |
Der rechnerische Wert der Regelversorgung ergibt sich aus der Festzuschusstabelle selbst: Der Grundzuschuss entspricht sechs Zehnteln dieses Werts, also lässt er sich daraus zurückrechnen. Alle Zuschussbeträge sind die für 2026 beschlossenen; die vollständige Tabelle samt Bonusstufen und Härtefallgrenzen steht im Ratgeber zum Festzuschuss. Stand der Angaben: 12. September 2026.
Zwei Dinge fallen an dieser Aufstellung auf. Erstens bleibt schon bei der schlichtesten Ausführung ein dreistelliger Rest — die Kassenleistung ist auch im besten Fall keine Vollversorgung. Zweitens steht in keiner Zeile das Implantat. Es taucht in den Befundklassen nicht auf, weil es keine eigene Regelversorgung hat: Bezuschusst wird der Befund, den es versorgt, nicht das Verfahren. Woraus sich sein Preis zusammensetzt, steht unter Zahnimplantat: Kosten und Kassenzuschuss; der Kronenfall mit allen drei Materialvarianten ist unter Zahnzusatzversicherung für eine Krone durchgerechnet.
Die Prozentzahl auf dem Datenblatt ist das erste Auswahlkriterium — und zugleich das am schlechtesten gestreute. Der Markt konzentriert sich stark auf zwei Stufen, darunter wird die Auswahl schnell dünn. Die Spalte mit dem Marktanteil zeigt, wie ungleich sich die 143 verglichenen Tarife verteilen.
| Stufe | Gesellschaften | Anteil der Tarife | Günstigster TarifBeitrag mit 40 | Höchster Beitragin dieser Stufe |
|---|---|---|---|---|
| 100 %40 Tarife | 37 | 28 % | AXA Zahn Premium 26,15 € im Monat | 47,53 € |
| 90 %35 Tarife | 32 | 24 % | INTER QualiMed Z Premium (Tarif Z90) 18,10 € im Monat | 56,56 € |
| 85 %3 Tarife | 3 | 2 % | BarmeniaGothaer MediZ Smile 85 19,00 € im Monat | 28,90 € |
| 80 %16 Tarife | 13 | 11 % | INTER QualiMed Z Exklusiv (Tarif Z80) 8,71 € im Monat | 34,78 € |
| 75 %16 Tarife | 16 | 11 % | die Bayerische ZAHN Smart 12,70 € im Monat | 29,30 € |
| 70 %14 Tarife | 14 | 10 % | INTER QualiMed Z Basis (Tarif Z70) 4,70 € im Monat | 26,60 € |
| 50 %4 Tarife | 4 | 3 % | SDK Zahn 50 (ZP5) 6,39 € im Monat | 19,20 € |
| 40 %1 Tarif | 1 | 1 % | kein Beitrag veröffentlicht | keine Angabe |
| 30 %1 Tarif | 1 | 1 % | kein Beitrag veröffentlicht | keine Angabe |
Gezählt sind alle Tarifstufen der Gesellschaften im Vergleich. Der günstigste Tarif je Zeile ist der preiswerteste mit regulärem Antragsweg; Tarife, die ausschließlich beim Versicherer selbst gezeichnet werden, bleiben in dieser Spalte außen vor. Wo eine Gesellschaft keine Beitragstabelle veröffentlicht, steht kein Wert — geschätzt wird nichts. Für Ihr Eintrittsalter rechnet der Tarifvergleich, tagesaktuelle Beiträge mit Abschlussmöglichkeit liefert der Beitragsrechner. Die Beitragsspanne innerhalb einer Stufe ist übrigens aussagekräftiger als der Abstand zwischen zwei Stufen: Was die Preisunterschiede treibt, steht im Ratgeber zu den Kosten einer Zahnzusatzversicherung.
Hier liegt der Unterschied, den kein Datenblatt in der Kopfzeile trägt. Drei Bauarten sind am Markt verbreitet, und sie führen bei identischer Prozentzahl zu verschiedenen Überweisungen.
Was diese dritte Bauart praktisch bedeutet, zeigt der Vergleich zweier Kronenfälle mit fünf Jahren Bonusheft. Bleibt es bei der Regelversorgung mit einem rechnerischen Wert von 398,38 €, steuert die Kasse 278,87 € bei; noch einmal derselbe Betrag deckt den Rest vollständig, es bleibt nichts offen. Steigt dieselbe Versorgung auf eine Vollkeramikkrone am oberen Ende der geprüften Preisspanne, also 1.138 €, ändert sich am doppelten Zuschuss nichts — bei Ihnen bleiben dann 580,26 €. Genau daran scheitern diese Tarife, sobald es hochwertiger wird.
| Tarif mit Zuschussverdoppelung | Zahnbehandlung | Beitrag mit 40 |
|---|---|---|
| Continentale StartZahn | nicht enthalten | 7,06 € |
| ERGO Zahnersatz Sofort (ZEK) | nicht enthalten | 37,60 € |
| R+V Zahn classic (Z3U) | nur über einen Zusatzbaustein | 9,22 € |
| HUK-COBURG Zahnzusatz Pro | Jahresbudget 200 € | 18,30 € |
| VRK Zahnzusatz Start | Jahresbudget 200 € | 19,50 € |
| vigo 4YOU Zahnersatz x2 | nicht enthalten | 14,90 € |
| SONO ZahnPlus | ausgeschlossen | 20,67 € |
Daneben gibt es Tarife, die beim Zahnersatz überhaupt keinen Prozentsatz führen. Wir tragen dort keinen ein, sondern weisen die Bauart aus:
Die folgende Rechnung setzt die im Markt vorherrschende Bauart an, also den Prozentsatz auf die gesamte Rechnung, und arbeitet mit fünf Jahren Bonusheft. Angegeben ist jeweils der Betrag, der nach Kasse und Versicherer noch offen bleibt. Die letzte Zeile ist bewusst dabei: Sie zeigt, wie sich dieselbe Stufe verhält, sobald der Kassenanteil im Verhältnis zur Rechnung klein wird.
| Fall | Rechnung | Kassenanteil | 100 %Ihr Rest | 90 %Ihr Rest | 80 %Ihr Rest | 70 %Ihr Rest |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Krone, reine RegelversorgungBefund 1.1, ohne privaten Vergütungsanteil | 398,38 € | 278,87 €70 % der Rechnung | 0,00 € | 39,84 € | 79,68 € | 119,51 € |
| Brücke, reine RegelversorgungBefund 2.1, dreigliedrig | 921,60 € | 645,12 €70 % der Rechnung | 0,00 € | 92,16 € | 184,32 € | 276,48 € |
| Vollprothese UnterkieferBefund 4.4, Regelversorgung | 1.029,53 € | 720,68 €70 % der Rechnung | 0,00 € | 102,95 € | 205,91 € | 308,85 € |
| Implantat mit Krone, privatBefund 1.1, Rest privat nach Gebührenordnung | 2.800,00 € | 278,87 €10 % der Rechnung | 0,00 € | 280,00 € | 560,00 € | 840,00 € |
Die dritte Spalte erklärt die ganze Tabelle. Bei einer Versorgung im Rahmen der Regelversorgung trägt die Kasse mit fünf Jahren Vorsorgenachweis sieben Zehntel der Rechnung. Ein Tarif, der ebenfalls mit siebzig Prozent derselben Rechnung rechnet, hat damit nichts mehr beizusteuern und überweist keinen Cent — der volle Eigenanteil der letzten Spalte bleibt bei Ihnen, obwohl ein Vertrag besteht. Solche Stufen werden erst wirksam, wenn privat aufgewertet wird und die Rechnung über den Bezugswert der Kasse hinauswächst. Beim Implantat kippt das Verhältnis: Dort trägt der Zuschuss nur etwa ein Zehntel, und jeder Prozentpunkt Erstattung entspricht unmittelbar einem zweistelligen Eurobetrag.
Aus derselben Systematik folgt eine Faustregel, die bei der Tarifwahl mehr wert sein kann als ein zusätzlicher Prozentpunkt. In Euro gerechnet hängt der Abstand zwischen beiden Rechenwegen allein am Kassenzuschuss — bei 80 Prozent ist es genau ein Fünftel davon. Was zählt, ist der Vergleich mit Ihrem eigenen Anteil: Je größer der Teil der Rechnung, den die Kasse ohnehin trägt, desto größer der Anteil Ihres Rests, über den die bloße Formulierung entscheidet.
| Fall | Anteil der Kasse | Rest bei Bezug auf die Rechnung | Rest bei Bezug auf den Restbetrag | Unterschied | davon gemessen am Rest |
|---|---|---|---|---|---|
| Krone, reine Regelversorgung | 70 % | 79,68 € | 23,90 € | 55,77 € | 70 % |
| Brücke, reine Regelversorgung | 70 % | 184,32 € | 55,30 € | 129,02 € | 70 % |
| Vollprothese Unterkiefer | 70 % | 205,91 € | 61,77 € | 144,14 € | 70 % |
| Implantat mit Krone, privat | 10 % | 560,00 € | 504,23 € | 55,77 € | 10 % |
Die letzte Spalte ist die Pointe: Bei einer Versorgung nach dem Maßstab der Kasse schrumpft Ihr Rest allein durch die richtige Formulierung um sieben Zehntel, beim privat abgerechneten Implantat um ein Zehntel. Wer mit schlichten Versorgungen rechnet, sucht deshalb besser nach dem Satzbau in den Bedingungen als nach der größten Zahl in der Werbung. Wer eine aufwändige Versorgung erwartet, darf die Frage weitgehend übergehen und sich auf Satz und Jahresgrenze konzentrieren. Bei voller Erstattung erübrigt sich die Unterscheidung ohnehin, weil beide Rechenwege dort zum selben Ergebnis führen.
Die Regelversorgung ist kein Tarifmerkmal, sondern der Maßstab, an dem die Kasse rechnet — und genau deshalb bestimmt sie mit, wie viel Arbeit für Ihren Versicherer übrig bleibt. Solange Ihre Praxis im Rahmen dieses Maßstabs abrechnet, ist die Lücke überschaubar und selbst eine mittlere Stufe schließt sie. Sobald die Versorgung darüber hinausgeht, wächst nur eine Seite der Gleichung.
Für den Befund 1.1 liegt der rechnerische Wert der Regelversorgung bei 398,38 €. Eine Vollkeramikkrone am oberen Ende der geprüften Spanne kostet 1.138 € — das 2,9-fache. Der Kassenanteil bleibt in beiden Fällen unverändert, also verschiebt sich die gesamte Differenz von 739,62 € in den Bereich, den Ihr Erstattungssatz abdecken muss. Anders gesagt: Nicht die Versorgungsart entscheidet über die Höhe des Tarifbedarfs, sondern der Abstand zwischen Ihrer Rechnung und dem Maßstab der Kasse.
Daraus folgt eine Auswahllogik, die der üblichen widerspricht. Wer aus Überzeugung schlicht versorgt wird, braucht keinen Spitzentarif, sondern eine passende Bezugsgröße und ein gepflegtes Bonusheft. Wer Wert auf zahnfarbene, langlebige oder implantatgetragene Lösungen legt, braucht die obere Stufe — dort ist jeder fehlende Prozentpunkt bares Geld. Und wer das heute noch nicht weiß, entscheidet sich für die volle Erstattung, weil sie als einzige in beiden Welten nichts offen lässt. Welche Begrenzung in den ersten Vertragsjahren zusätzlich dazwischengeht, steht unter Wartezeit und Zahnstaffel.
Diese Seite ordnet ein; gerechnet wird der Einzelfall dort, wo er hingehört. Die folgende Zuordnung spart den Umweg.
Dann ist die Krone der Fall, und es entscheidet das Material. Die Gegenüberstellung von Metall, Zirkon und Vollkeramik samt Eigenanteil je Stufe steht unter Zahnzusatzversicherung für eine Krone.
Dann steht die Wahl zwischen Brücke und Implantat an, und zwar mit sehr unterschiedlicher Kassenbeteiligung. Die Kostenbestandteile und die drei Klauseln, die hier zählen, finden Sie unter Zahnimplantat: Kosten und Kassenzuschuss.
Dann führt der Weg über die Befundklassen, das Bonusheft und die Einkommensgrenzen — vollständig aufgeschlüsselt im Ratgeber zum Festzuschuss.
Was vor dem Zahnersatz liegt — die Füllung, die Wurzelbehandlung, die Behandlung des Zahnbetts — entscheidet oft darüber, ob es überhaupt so weit kommt. Für den häufigsten dieser Fälle gibt es eine eigene Auswertung unter Zahnzusatzversicherung für Füllungen. Bleiben einzelne Punkte offen, sind sie gesammelt unter Häufige Fragen beantwortet.
Alles, was einen zerstörten oder verlorenen Zahn ersetzt oder umfasst: Krone und Teilkrone, Brücke, Teil- und Vollprothese sowie die Krone auf einem Implantat. Die Abgrenzung folgt den Befundklassen der Kasse, nicht dem Material. Ein Inlay dagegen sortieren die Gesellschaften unterschiedlich ein — mal zum Zahnersatz, mal zur Zahnbehandlung.
Die volle Erstattung: 40 der 143 verglichenen Tarife sagen 100 Prozent für Zahnersatz zu, verteilt auf 37 der 47 Gesellschaften. Darunter folgen als zweitgrößte Gruppe die Tarife mit 90 Prozent. Unter 70 Prozent wird der Markt dünn.
Weil der Kassenzuschuss mit fünf Jahren Bonusheft bereits 70 Prozent der Regelversorgung ausmacht. Rechnet ein Tarif seine 70 Prozent auf dieselbe Rechnung, ist sein Anteil damit schon ausgeschöpft, bevor er etwas überweist. Erst ein höherer Satz oder eine private Aufwertung der Versorgung bringt diese Tarife in die Leistungspflicht.
7 Tarife verzichten im Vergleich ganz auf einen Prozentsatz und zahlt stattdessen noch einmal den Betrag, den die Kasse beisteuert. Bei einer Versorgung im Rahmen der Regelversorgung deckt das den Eigenanteil praktisch vollständig. Sobald privat aufgewertet wird, bleibt der Zuschuss gleich, die Rechnung aber steigt — und der Rest wächst mit jedem Euro Mehrleistung.
Das hängt am Zeitpunkt. Wer erst in einigen Jahren mit Zahnersatz rechnet, entscheidet über den Erstattungssatz, weil die Begrenzung der ersten Vertragsjahre dann längst abgebaut ist. Wer eine größere Versorgung in absehbarer Zeit erwartet, entscheidet über die Grenze — sie deckelt jede Erstattung, unabhängig davon, wie hoch der Prozentsatz auf dem Datenblatt steht.
Ja, die zahntechnischen Leistungen sind Teil derselben Rechnung und werden mit demselben Satz erstattet. Sie sind der Grund, warum zwei Praxen für denselben Befund unterschiedlich viel verlangen: Eigenlabor, Fremdlabor und Materialwahl schlagen sich hier nieder, nicht im ärztlichen Honorar.
Der Beitrag steigt mit dem Eintrittsalter deutlich, das Risiko allerdings auch. Entscheidend ist weniger das Alter als der dokumentierte Befund: Solange keine Versorgung angeraten ist, steht der Abschluss offen. Ist bereits ein Plan erstellt, ist genau dieser Fall ausgenommen — die übrigen Zähne bleiben versicherbar.
Dann steht Ihnen der gesamte Markt offen. Sie erhalten eine Auswahl der Tarife, die zu Ihrem Zahnstatus und Ihrem Alter passen, mit Erstattungssatz, Bezugsgröße und Jahresgrenze im Klartext — kostenlos, unverbindlich und zum Beitrag des Versicherers.