Die WGV führt ein eigenes Zahnprodukt mit drei aufeinander aufbauenden Stufen. Der Sprung von 50 auf 80 und dann auf 100 Prozent ist dabei nur die halbe Geschichte — mit jeder Stufe kommen auch neue Leistungsarten dazu, und erst die oberste verzichtet auf die achtmonatige Wartezeit.
Der Aufbau folgt einem Prinzip, das man kennen sollte, bevor man Prozentsätze vergleicht: Jede Stufe enthält alles aus der Stufe darunter, hebt den Erstattungssatz an und erweitert den Katalog. Wer nur auf die Zahl schaut, übersieht den zweiten Teil.
| Stufe | Erstattung | Was in dieser Stufe hinzukommt |
|---|---|---|
| BASIS | 50 % | Kronen, Brücken und Prothesen, dazu Inlays und Onlays sowie Implantate — jeweils zur Hälfte. Der Zuschnitt zielt auf den großen, seltenen Fall, nicht auf den Alltag beim Zahnarzt. |
| OPTIMAL | 80 % | Dieselben Leistungen zu 80 Prozent. Neu dabei: professionelle Zahnreinigung bis 100 Euro im Jahr, Wurzelbehandlung, Kunststofffüllungen sowie Kieferorthopädie für Minderjährige zu 80 Prozent bis 2.000 Euro. |
| PLUS | 100 % | Alles aus OPTIMAL ohne Eigenanteil. Neu dabei: Kieferorthopädie zu 100 Prozent bis 3.000 Euro, Schmerzbehandlung bis 200 Euro im Jahr — und der Verzicht auf die Wartezeit. |
Der Abstand zwischen BASIS und OPTIMAL ist damit größer, als die 30 Prozentpunkte vermuten lassen: Zwischen den beiden Stufen liegen zwei zusätzliche Leistungsblöcke, die im Alltag häufiger anfallen als ein Implantat. Wie viel eine Wurzelbehandlung tatsächlich kostet, steht im Ratgeber zur Wurzelbehandlung; was die Kasse beim Zahnersatz beisteuert, rechnet der Beitrag zum Festzuschuss vor.
Grundsätzlich gilt eine Wartezeit von acht Monaten. In dieser Zeit läuft der Vertrag, aber er zahlt noch nicht — eine Konstruktion, die im Markt seltener geworden ist und deshalb genau hingehört. Zwei Ausnahmen gibt es: Nach einem Unfall besteht der Schutz sofort, und die Stufe PLUS verzichtet vollständig auf die Frist.
Daraus folgt eine ungewöhnliche Entscheidungslage. Bei den meisten Gesellschaften ist die oberste Stufe eine Frage der Erstattungshöhe; hier ist sie zugleich die Frage, ob der Schutz in den ersten acht Monaten überhaupt greift. Wer den Abschluss auf einen bekannten Termin hin plant, rechnet deshalb nicht nur den Beitragsunterschied, sondern auch die verlorenen Monate mit. Welche Tarife generell sofort leisten, führt die Übersicht zu Tarifen ohne Wartezeit.
Eine Beitragstabelle veröffentlicht das Haus nicht. Stattdessen führt ein eigener Online-Rechner zum Preis, und der stellt unterwegs Gesundheitsfragen. Eine davon wiegt schwerer als alle anderen: die Frage nach fehlenden, nicht ersetzten Zähnen.
Diese Angabe entscheidet über Annahme, Zuschlag oder Ablehnung — und sie lässt sich nachträglich nicht mehr korrigieren. Wer Lücken im Gebiss hat, sollte deshalb wissen, wie unterschiedlich die Gesellschaften damit umgehen, bevor er irgendwo einen Antrag stellt; der Ratgeber zu fehlenden Zähnen sortiert das. Wer die Prüfung ganz umgehen will, findet die wenigen Wege dorthin unter Tarifen ohne Gesundheitsfragen.
Weil für die WGV keine Beiträge vorliegen, hilft nur der Gegenwert: Was kostet anderswo ein Tarif, der beim Zahnersatz mindestens so weit geht wie die jeweilige Stufe? Gerechnet mit 52 Jahren, also in dem Alter, in dem die Frage nach Zahnersatz konkret wird.
| Stufe der WGV | Tarife auf diesem Niveau | Günstigster im Vergleich | Beitrag mit 52monatlich |
|---|---|---|---|
| BASIS Zahnersatz, Inlays und Implantate zur Hälfte | 83 | SDK Zahn 50 (ZP5) | 9,80 € |
| OPTIMAL dazu Zahnerhalt und Prophylaxe | 62 | INTER QualiMed Z Exklusiv (Tarif Z80) | 19,47 € |
| PLUS alles ohne Eigenanteil, ohne Wartezeit | 26 | Getsafe Dental 100 | 39,00 € |
Stand der Beitragswerte: 12. September 2026, jeweils den Tarifwerken entnommen. Die Spalte nennt jeweils den günstigsten Tarif, der beim Zahnersatz mindestens den Satz der WGV-Stufe erreicht — er kann in anderen Punkten mehr oder weniger leisten. Für Ihr Alter rechnet der Beitragsrechner neu, die vollständige Gegenüberstellung steht im Tarifvergleich.
Der Zuschnitt spricht zwei Gruppen an. Wer vor allem den teuren Einzelfall abfedern will und mit einer hälftigen Erstattung leben kann, findet in BASIS eine schlanke Lösung. Wer dagegen den ganzen Katalog vom Zahnerhalt bis zur Zahnspange abgesichert haben und sofort geschützt sein will, landet zwangsläufig bei PLUS — eine mittlere Position mit sofortiger Leistung gibt es hier nicht.
Der Abschluss läuft über die eigenen Kanäle des Hauses. Ob eine andere Gesellschaft bei Ihrem Zahnstatus günstiger oder überhaupt annahmebereit ist, beantwortet das dortige Formular naturgemäß nicht — dafür sind das Verzeichnis unter Anbieter und Tarife und, für alles Kleinteilige zu Bedingungen und Erstattung, die Sammlung unter Häufige Fragen gedacht.
Drei, aufeinander aufbauend: BASIS, OPTIMAL und PLUS. BASIS erstattet Kronen, Brücken, Prothesen, Inlays, Onlays und Implantate je zur Hälfte. OPTIMAL hebt dieselben Leistungen auf 80 Prozent und nimmt Zahnerhalt und Prophylaxe hinzu. PLUS bringt alles auf 100 Prozent.
In der Regel acht Monate. Nach einem Unfall entfällt sie vollständig, und die Stufe PLUS verzichtet von vornherein darauf. Wer also unmittelbar Leistung braucht, kommt bei diesem Haus nur über die oberste Stufe dorthin.
Ab der Stufe OPTIMAL, und zwar bis 100 Euro im Jahr. In PLUS gilt derselbe Leistungsblock mit voller Erstattung. Die Einstiegsstufe BASIS ist dagegen auf Zahnersatz zugeschnitten und enthält keine Prophylaxe.
Ja, ab OPTIMAL: 80 Prozent bis zu einer Höchstsumme von 2.000 Euro für Minderjährige. In PLUS steigt die Erstattung auf 100 Prozent und die Grenze auf 3.000 Euro. Erwachsene sind mit kieferorthopädischen Maßnahmen nicht in diesem Leistungsblock.
Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht, weil das Haus keine Beitragstabelle veröffentlicht. Den Beitrag ermittelt ein eigener Online-Rechner aus Alter, Stufe und den Angaben zum Gebiss. Ohne diese Angaben ist jede genannte Zahl geraten.
Ja, bereits im Rechner. Gefragt wird unter anderem nach fehlenden, nicht ersetzten Zähnen — eine Angabe, die über Annahme, Zuschlag oder Ablehnung entscheidet. Wer hier unsicher ist, sollte den Zahnstatus vor dem Antrag klären, nicht danach.
Wir prüfen, welche Tarife Ihren Zahnstatus annehmen, und stellen sie mit Erstattungssatz und Beitrag nebeneinander. Damit die Entscheidung nicht zwischen drei Zeilen fällt, sondern mit Zahlen. Kostenlos und ohne Vertreterbesuch.